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Obduktion: Pinguin hatte ein gebrochenes Brustbein

Rätselhafte Todesfälle im Zoo Dortmund

Neue Erkenntnisse zu einem der rätselhaften Todesfälle im Dortmunder Zoo: Einen knappen Monat nach dem Tod eines Pinguins im Zoo liegt das Obduktionsergebnis des Tieres vor. Der Pinguin starb an einem heftigen Schlag oder Aufprall auf die Brust.

DORTMUND

, 16.12.2015 / Lesedauer: 2 min
Obduktion: Pinguin hatte ein gebrochenes Brustbein

Humboldtpinguine in ihrem Gehege im Zoo Dortmund: Zwei Tiere sind verschwunden, eines wurde tot knapp 200 Meter entfernt im Flamingogehege gefunden.

Der sechs Monate alte männliche Humboldt-Pinguin war am 20. November tot im Flamingo-Teich des Zoos gefunden worden - knapp 200 Meter entfernt von seinem eigenen Gehege. Wie er dort hingekommen ist, ist immer noch unklar. Zwei seiner Artgenossen sind weiterhin verschwunden.

Nachdem bereits einige Wochen zuvor die Seelöwin Holly auf ungeklärte Weise gestorben war, veranlasste die Polizei im Zuge der Ermittlungen beim toten Pinguin eine ausführliche Obduktion durch die Experten des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Arnsberg. Diese ergab, dass der Tod "durch eine massive, stumpfe Verletzung mit Fraktur des Brustbeins, inneren Verletzungen und hochgradigen inneren Blutungen herbei geführt wurde", schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

Ursache der schweren Verletzungen ist noch unklar

Ausdrücklich betont die Stadt, dass die Obduktion keine Anhaltspunkte dafür geliefert habe, woher diese Verletzung stamme. Das heißt: Der Pinguin könnte von einem Unbekannten erschlagen worden sein, die Verletzungen könnten aber auch von einem Sturz oder Zusammenprall herrühren.

Ebenfalls interessant: Der Vogel wies keine äußeren Verletzungen auf, auch keine Kopfverletzungen, wie sie bei der toten Seelöwin Holly gefunden worden waren. Dadurch sei es laut Zoo auch ausgeschlossen, dass ein Raubtier wie zum Beispiel ein Fuchs den Pinguin getötet habe. 

Immer wieder verschwinden oder sterben Tiere

Seit dem Sommer verschwinden oder sterben Tiere im Dortmunder Zoo. Im August hatten Unbekannte mehrere seltene Affen aus ihrem Gehege gestohlen, wohl um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Die Stadt hatte daraufhin einen Wachdienst engagiert, der den Zoo rund um die Uhr bewacht.

Anfang November dann wurde die Seelöwin Holly tot in ihrem Gehege gefunden - mit schweren Kopfverletzungen und drei fehlenden Zähnen. Während die Polizei keine Hinweise auf Fremdverschulden finden konnte, geht der Zoo weiterhin davon aus, dass Unbekannte Holly erschlagen haben.

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