Öke Möke: Unverpacktladen setzt klares Statement gegen Verpackungsmüll

rnNeueröffnung in Dortmund

Milch von glücklichen Kühen und Nudeln, die es auch einzeln zu kaufen gibt. Im Aplerbecker Ortskern eröffnet jetzt ein Laden, der unnützen Verpackungen den Krieg erklärt hat.

Aplerbeck

, 11.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon im Vorfeld gab es für Carina Kosmowski Unterstützung von allen Seiten. Sie hatte nämlich die Idee, sich selbständig zu machen - mit einem noch nicht sehr alltäglichen Projekt: einem Unverpacktladen. Öke Möke heißt der Laden, der wieder Leben in die ehemaligen Räume der deutschen Bank im Aplerbecker Ortskern gebracht hat.

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Und einen Ehrenplatz wird die Milchtankstelle bekommen, die von den Unterstützern finanziert wurde. 7000 Euro wurden bei einer Aktion dafür gespendet - ein Zeichen, dass die Dortmunder diese Geschäftsidee des unverpackten Einkaufens auch wirklich wollen.

Gut zu erkennen und in bester Lage. In dem Gebäude war einmal die Deutsche Bank.

Gut zu erkennen und in bester Lage. In dem Gebäude war einmal die Deutsche Bank. © Jörg Bauerfeld

Die Milch kommt im Übrigen von einem Hof aus Waltrop, genau wie die frischen Eier. Es soll sowieso zumeist auf regionale Produkte gesetzt werden - und auf Produkte, die auch schon in ökologisch sinnvollen Verpackungen geliefert werden.

Am Samstag ist Eröffnung

Am Samstag (15.8.) ist jetzt die Eröffnung. Von 9 bis 19 Uhr gibt es ein kleines Programm vor dem neuen Laden an der Ruinenstraße / Ecke Köln-Berliner-Straße. „Wir haben die Öffnungszeiten wegen Corona diesmal gestreckt“, sagt Carina Kosmowski.

Mich gibt es aus dem Frischmilchautomaten.

Mich gibt es aus dem Frischmilchautomaten. © Öke Möke

Denn so können lediglich 15 Kunden auf einmal durch die neuen Verkaufsräume von Öke Möke schlendern. „Wir haben aber auch etwas für die vorbereitet, die draußen warten müssen“, so die Geschäftsinhaberin.

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Unter anderem gibt es auch ein Glücksrad, das natürlich ganz coronakonform betrieben wird. Auf 150 Quadratmetern wird gerade das Angebot aufgebaut. Helfer dafür haben Carina und ihr Team genug. Auf Facebook wurde ein kurzer Aufruf geschaltet und die helfenden Hände kamen.

Kosmetikartikel gibt es in Pfandflaschen.

Kosmetikartikel gibt es in Pfandflaschen. © Jörg Bauerfeld

Schon am kunstvoll gestalteten Kassen-Tisch zeigt sich, was die Aplerbecker bei Öke Möke 2021 noch erwarten wird - eine Upcycling-Werkstatt in den Kellerräumen. Dort sollen Möbel „verschönert“ werden.

Kosmetikartikel aus Pfandbehältern

Aber zunächst steht der Einzelhandel im Vordergrund. „Ich glaube, dass der Automat mit der frischen Milch der Renner wird“, sagt Carina Kosmowski, die aber auch etwas Besonderes im Angebot hat. Ein Kosmetikbereich. „Das ist eine Kosmetikmarke, die sich darauf spezialisiert hat, ihre Produkte in Pfandgläsern anzubieten.“ Natürlich selbst getestet von der Geschäftsinhaberin und für gut befunden. „Das ist alles fair hergestellt, ohne Tierversuche“, so Carina Kosmowski.

Carina Kosmowski heißt die Geschäftsinhaberin von Öke Möke. Hier gibt es auch Kinderartikel.

Carina Kosmowski heißt die Geschäftsinhaberin von Öke Möke. Hier gibt es auch Kinderartikel. © Jörg Bauerfeld

Daneben eben alles, was man zum täglichen Leben braucht. Und alles eben zum selbst abfüllen oder in Pfandgebinden. Nudeln, Reis, Mehl, Essig oder Öl. Einfach ein Gefäß mitbringen oder bei Öke Möke erwerben.

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Abwiegen lassen und bezahlen. Es gibt eine „Zwergenecke“ für Baby- und Kinderartikel. Biologischer Wein und Bier dürfen auch nicht fehlen, Holzofenbrot und Säfte ebenso nicht.

Müll und Verpackungen vermeiden

Und was ist das Ziel von Öke Möke? „Bei Öke Möke geht es darum, die Umwelt zu schützen, Müll zu vermeiden und Lebensmittelverschwendung einzudämmen. Wir möchten andere Menschen zu einem bewussteren Konsum bewegen und ihnen einen Ort erschaffen, an dem sie einwegverpackungsfrei einkaufen können“, so Carina Kosmowski.

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Ach ja - einen Knaller hat Öke Möke noch im Petto: Den Geschenkgutschein, den man im Unverpacktladen erwerben kann, kann man natürlich im Geschäft einlösen und dann einpflanzen. In das Papier sind nämlich Blumensamen eingearbeitet.

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