Die Türen von Dortmunder Krankenhäusern bleiben für Besuche von Patienten bis auf Weiteres verschlossen (Symbolbild). © picture alliance/dpa
Besuchsstopp

Omikron-Variante: Krankenhaus-Besuche in Dortmund bald nicht mehr möglich

In Dortmunder Krankenhäusern sind Patientenbesuche bald untersagt. Damit soll die Ausbreitung der Omikron-Variante unterbunden werden. Es gibt Ausnahmen von der Regelung.

Das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund hat am Freitag (7.1.) einen Besuchsstopp für Dortmunder Krankenhäuser angekündigt. Die Regelung greife „spätestens ab dem 10. Januar“ und soll für „zunächst ein bis zwei Wochen“ gelten, so Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken.

„Innerhalb weniger Tage hat sich die Zahl der Neuinfektionen in unserer Stadt massiv gesteigert, so dass wir uns für die Aussetzung der Besuche entschlossen haben“, sagt Renken.

Am Nachmittag haben Dortmunder Krankenhäuser ihre Hinweise zu den Besuchsregeln online aktualisiert. Demnach gelten am Wochenende noch die bestehenden Regeln, dass maximal zwei feste Angehörige getestet zu Besuch kommen dürfen. Ab Montag tritt dann der Besuchsstopp in Kraft.

Für diese Fälle gelten Ausnahmen

Ausnahmen von der Besuchsregelung sind die Geburts- und Sterbebegleitung sowie Besuche von Demenzkranken.

Aber auch hier gilt: Besuche sind nur noch mit gültigem Testnachweis möglich. Eine Bürgertestung/Schnelltestung gilt für 24 Stunden, ein PCR-Test für 48 Stunden.

Dr. Frank Renken sagt: „Wir alle haben uns die Entscheidung zum Besuchsstopp nicht leicht gemacht und möchten bei den Bürgern um Verständnis und Unterstützung dafür werben.“

Schutz der Infrastruktur in den Krankenhäusern

Auf diese Weise könne die Infrastruktur in den Krankenhäusern aufrecht erhalten werden, „um dort unsere Liebsten und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor einem Viruseintrag, insbesondere von Omikron, zu schützen“, so der Chef des Gesundheitsamts.

Die Leitungen der Dortmunder Kliniken können zudem selbst Bereiche festlegen, zu denen nur Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Testnachweis Zutritt haben. Damit sollen „besonders vulnerable“ Patientinnen und Patienten geschützt werden.

Für die LWL-Klinik Dortmund für Menschen mit psychiatrischen Erkankungen gelten nach Angaben der Stadt Dortmund Sonderregelungen. Diese waren am Freitag noch nicht einsehbar.

2020 galt bereits komplettes Besuchsverbot

Die Regeln für Krankenhaus-Besuche sind seit Beginn der Pandemie immer wieder verändert worden. Im März 2020 galt zunächst ein komplettes Besuchsverbot, das über mehrere Monate aufrecht erhalten wurde.

Danach gab es immer wieder unterschiedliche Regelung mit begrenzten Personenzahlen sowie Impfungs- und Testnachweisen.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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