Ordnungsamt kann Maskensünder-Kontrolle im ÖPNV allenfalls partiell leisten

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Der NRW-Verkehrsminister plant 150 Euro Bußgeld für Verstöße gegen die Maskenpflicht in Bus und Bahn. Doch wer soll die Einhaltung der Pflicht flächendeckend kontrollieren?

von Beat Linde und Kevin Kindel

Dortmund

, 07.08.2020, 05:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst will verstärkt gegen Maskensünder in Bus und Bahn vorgehen. Wer keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, obwohl er oder sie es tun müsste, soll das Fahrzeug an der nächsten Haltestelle verlassen und 150 Euro Bußgeld zahlen.

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Nachdem das Dortmunder Nahverkehrsunternehmen DSW21 bereits mitgeteilt hat, nicht für die Sanktionierung mit einem Bußgeld zuständig zu sein, äußert sich nun auch die Stadt Dortmund abweisend. „Eine 100-prozentige flächendeckende Kontrolle durch das Ordnungsamt im ÖPNV ist nicht möglich“, sagt Sprecher Maximilian Löchter deutlich.

„Es wird sich immer nur um Schwerpunktaktionen handeln können“

Bislang erfolgen Kontrollen durch die Betreiber selbst, also DSW21 und Deutsche Bahn. Ergänzt werden die Kontrollen punktuell auch mit Ordnungsamts-Mitarbeitern. Und dabei wird es laut Löchter auch bleiben: „Es wird sich immer nur um Schwerpunktaktionen, auch in Abstimmung mit der Polizei und DSW21 handeln können.“

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Daher könne man nur an alle Fahrgäste appellieren, den Mund-Nasen-Schutz wie vorgegeben zu tragen, um sich und andere zu schützen und weiterhin Infektionsketten zu unterbrechen.

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