Eine Klinik, zwei Standorte: Fachkliniken in Hörde und Wetter planen Fusion

rnKrankenhäuser in Dortmund

Die Hörder Ortho-Klinik war seit ihrer Eröffnung vor fünf Jahren eine eigenständige Gesellschaft. Nun bekommt sie einen festen Partner. Was heißt das für Patienten und die 134 Mitarbeiter?

Hörde

, 06.11.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Ortho-Klinik in Hörde war bislang eine eigenständige Gesellschaft – trotz ihrer Zugehörigkeit zur Evangelischen Stiftung Volmarstein. In Zukunft soll sich das ändern. Denn eine eigeneständige Zukunft wäre zu ungewiss, heißt es in einer Mitteilung.

Die Stiftung möchte ihre beiden orthopädischen Fachkliniken – die Ortho-Klinik in Hörde und die Orthopädische Klinik Volmarstein in Wetter – zu einem gemeinsamen Krankenhaus mit zwei Standorten unter dem Dach der Stiftung zusammenfassen.

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„Die schwierigen Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung haben erhebliche Auswirkungen auf alle unsere Kliniken“, erklärt Markus Bachmann, Kaufmännischer Vorstand der Stiftung in einer Mitteilung. „Daher steht auch die Ortho-Klinik Dortmund trotz der großen Nachfrage der vergangenen Jahre weiterhin vor wirtschaftlichen Herausforderungen.“

Versorgung bleibt, wird aber nicht ausgebaut

Um den Standort Hörde zu erhalten und beide Kliniken zu stärken, sei eine Zusammenführung die beste Option gewesen. „Unter dem Dach der Evangelischen Stiftung Volmarstein können wir für die beiden Fachkliniken Ressourcen besser nutzen und von gemeinsamen Abläufen und Strukturen profitieren“, sagt Markus Bachmann auf Anfrage dieser Redaktion.

Die Ortho-Klinik, die vor fünf Jahren eröffnet wurde, gehört laut einer Studie des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung zu den besten deutschen Krankenhäusern. Eine eigenständige Zukunft wäre dennoch zu ungewiss. „Um wie bisher für unsere Patienten da zu sein, wollen wir uns nun zukunftssicher aufstellen“, erklärt Markus Bachmann.

An beiden Standorten – in Hörde und in Volmarstein, einem Stadtteil der Stadt Wetter – soll wie gehabt eine allgemeine orthopädische Versorgung angeboten werden: mit Hüft-, Knie- und Schulterendoprothetik sowie der Wirbelsäulenbehandlung und der Fußchirurgie.

Für Patienten, die in Dortmund behandelt werden, ändere sich nichts, heißt es. „Die Versorgung bleibt wie sie war, wird aber auch nicht weiter ausgebaut“, erklärt Stiftungs-Pressesprecherin Astrid Nonn auf Anfrage.

Orthopädische Schwerpunktversorgung gibt es in Volmarstein

Eine orthopädische Schwerpunktversorgung wie die Tumororthopädie sowie die Kinder- und Neuroorthopädie werde es ausschließlich am Standort in Volmarstein geben.

Die rund 134 Mitarbeiter in Hörde sollen im Zuge des Betriebsübergangs zur Evangelischen Stiftung Volmarstein wechseln. Für die Mitarbeiter werde es zu keinen arbeitsrechtlichen Veränderungen kommen, teilt die Stiftung mit.

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