Panzerfaust-Überfall läuft bei "Aktenzeichen XY"

Spektakulärer Fall aus Bodelschwingh

Es ist einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der letzten Jahre in Dortmund – und nach wie vor fehlt von den Tätern jede Spur: Am 12. Dezember 2015 gegen 18.45 Uhr überfielen mindestens drei Täter einen Geldtransporter. Bewaffnet waren sie mit einem Schnellfeuergewehr und einer Panzerfaust. Jetzt kommt der Fall ins Fernsehen.

BODELSCHWINGH

, 20.05.2016, 19:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Panzerfaust-Überfall läuft bei "Aktenzeichen XY"

Mehrere Täter überfielen am 12. Dezember 2015 einen Geldtransporter in Dortmund. Die Täter sind auf der Flucht.

Die Täter hinterließen am Tatort in Bodelschwingh zahlreiche Spuren: So verletzte sich einer der Täter, als er versuchte, durch die aufgeflexte Geldtransporter-Tür an sogenannte Safe-Bags, in denen das Geld transportiert wird, zu gelangen. Blutspuren blieben am Tatort in der Richterstraße zurück.

Weitere Spuren fanden sich später in der Brietenstraße. Hier hatten die Täter ihre ersten Fluchtfahrzeuge zurückgelassen und auch versucht, sie in Brand zu stecken. Polizisten konnten sie schnell löschen. Trotz dieser Spuren, einer ausgerufenen Belohnung von 70.000 Euro und mehreren Zeugen, die den Überfall mitbekamen, konnten die Täter bis heute nicht ermittelt werden.

Laut Oberstaatsanwalt Henner Kruse beschäftigt das Verbrechen jetzt auch die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Als möglicher Sendetermin sei Ende August im Gespräch.

Fall hat Ähnlichkeiten mit RAF-Überfällen

Der Fall in Dortmund hatte nicht nur wegen der schweren Bewaffnung Aufsehen erregt. Kurz zuvor waren bereits zwei weitere Geldtransporter im Bundesgebiet überfallen worden. Im Sommer 2015 hatten darüber hinaus drei Personen einen Geldtransporter in Bremen überfallen. Die Täter hatten ebenfalls eine Panzerfaust und Gewehre dabei.

Später stellte sich heraus, dass es sich bei diesen Tätern um Mitglieder der früheren RAF handelte. Deren DNA ist den Ermittlern bekannt – die Blutspuren in Dortmund konnten sie aber bisher nicht zuordnen.

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