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Viele Neubauten, zu viele Autos - die Anwohner auf dem Sommerbergweg in Holzen sind sauer

rnParkdruck in Vororten

Eine Straße, wie viele im Dortmunder Stadtgebiet. Alte Häuser weichen, neue kommen. Größer, mehr Bewohner, mehr Autos. Auf dem Sommerberg soll die Verwaltung Lösungen finden. Gibt es die?

Holzen

, 09.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist eine angesagte Wohngegend. Der Sommerbergweg und seine Nebenstraße in Holzen. Der Blick geht hinunter ins Ruhrtal - hier wollen viele ihre Wohnung haben. Und so kommt es, wie an so vielen Stellen im Dortmunder Süden. Kleine, ältere Einfamilienhäuser verschwinden am Rande der Straße und auf den Grundstücken schießen Mehrfamilienklötze in den Himmel. Mit ihnen kommen neue Bewohner - und Autos. Mehr, als die kleine Straße zwischen dem Schwerter Wald im Osten und der Ringstraße im Westen verkraften kann.

Viele Neubauten, zu viele Autos - die Anwohner auf dem Sommerbergweg in Holzen sind sauer

Ortstermin im Regen. Anwohner und Politiker diskutieren mit der Verwaltung. © Jörg Bauerfeld

Klar, die neuen Wohnkomplexe haben auch eine bestimmte Anzahl an Stellplätzen. Oftmals sind es Tiefgaragen, die den Parkdruck nehmen sollen. Nur, dass Stellplatzsituation und Anzahl der Fahrzeuge nicht kompatibel sind. Im Falle des Sommerbergwegs bedeutet dies zugeparkte Fahrbahnseiten. Und zwar so, dass ein Ausweichen beim Gegenverkehr kaum noch machbar ist. „Hier fährt ein Linienbus und hier wohnen viele Kinder, die zu den Haltestellen müssen und sich dann durch parkende Autos schlagen müssen“, so ein Anwohner auf einem Ortstermin, zu dem die Bezirksvertretung Hörde eingeladen hatte.

Bezirksvertreter suchen vor Ort Lösungen

Die Menschen sind sauer. Sauer, dass nichts passiert. Dabei sind die Hörder Politiker durchaus auf ihrer Seite. Mitglieder der CDU, der Grünen und der SPD waren mit vor Ort, um eine Lösung zu suchen. Auch Ulrich Spangenberg, Verwaltungsstellenleiter aus Hörde, schaute sich vor Ort die Beschwerdegründe an. „Wir sind von Anwohnern auf die Situation aufmerksam gemacht worden und wollen nun von der Fachverwaltung hören, was es für Lösungen gibt“, sagt Spangenberg.

Viele Neubauten, zu viele Autos - die Anwohner auf dem Sommerbergweg in Holzen sind sauer

Links ein Neubau, rechts Idylle. Aber mit den Anwohnern kommen auch die Autos. Nur wohin damit? © Jörg Bauerfeld

Doch die scheint sich am falschen Ort zu wähnen. „Ich muss ehrlich sagen, ich sehe nicht, wo das Problem liegt“, sagt Bernd Scholz vom Tiefbauamt der Stadt Dortmund. „Bei den am Rand parkenden Fahrzeugen bleibt über 3 Meter restliche Fahrbahnbreite, und das ist laut Straßenverkehrsordnung erlaubt.“ Ausweichmöglichkeiten gäbe es beim Gegenverkehr genug, zum Beispiel Einfahrten. Feuerwehr, Bus und Rettungswagen kämen durch. „Also alles in Ordnung“.

Parkbuchten ohne Nutzen, da keine Kontrolle

Bei Falschparkern, also beim ruhenden Verkehr, müsse das Ordnungsamt einschreiten. Und nun? Das Thema Einbahnstraße auf dem Sommerbergweg kam auf, wurde aber wieder verworfen. Aber was ist mit Parkbuchten? Ein Kann, aber kein Muss. „Ein paar Striche auf der Straße werden auch nichts nutzen. Die Autos sind da und wenn der Parkdruck so hoch ist, werden die Autos auch außerhalb der Parkbuchten stehen“, sagt Scholz. Und wer sollte auch auf die Einhaltung der Parkordnung pochen? Das Ordnungsamt habe mit wenig Personal zu kämpfen. „Die kommen einmal raus und dann erst einmal lange nicht wieder“, so Scholz. Dann parke jeder, wie er wolle. „Das ist die Realität“ - er wirkt resigniert.

Eine Realität, die Anwohner, aber auch die Hörder Vertreter der Bezirksvertretung so nicht hinnehmen wollen. Am Ende wollen sie es doch versuchen mit einer Lösung. Politiker, Anwohner und Verwaltung. Ein Plan wird erstellt, mit eingezeichneten Parkbuchten. „Den werden wir dann auf einem Ortstermin der Öffentlichkeit vorstellen“, sagt Ulrich Spangenberg. Klar sei aber, dass Parkraum verloren gehe, da wo eh schon wenig ist.

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