Parkplatz am Deusener Freibad ist heimlicher Sex-Treffpunkt

Anwohner schlägt Alarm

Das Wasser im Deusener Freibad dürfte den meisten Schwimmern momentan noch zu kühl sein. Doch auf dem Parkplatz vor dem Bad geht es heiß her: Paare steuern ihn mit dem Auto an. Was dann in den Autos passiert, ist nicht jugendfrei. Die Anwohner schildern wilde Szenen.

DEUSEN

05.05.2015 / Lesedauer: 2 min
Parkplatz am Deusener Freibad ist heimlicher Sex-Treffpunkt

Jens Leidag zeigt, wie leicht die Pfosten des Parkplatzs am Deusener Freibad zu entfernen sind. Um liebestolle Autofahrer auszubremsen, sollen die Pfosten durch Schranken ersetzt werden.

"Immer wieder parken am Ende des Parkplatzes Autos. Das ist ein regelrechter Sextreff", ärgert sich Anwohner Jens Leidag. Der Feuerwehrmann wohnt am Badweg und geht regelmäßig am Kanal spazieren. Der Weg dorthin führt auch über den Parkplatz. "Was dann in den Autos passiert, ist nicht jugendfrei", berichtet der 35-Jährige. Einmal habe er sogar eine Frau "unten ohne" neben dem Auto stehen sehen.

Unappetitliche Hinterlassenschaften

Dass der Parkplatz ein Sextreff ist, beweisen auch die Hinterlassenschaften. Gebrauchte Präservative, Feuchttücher und andere unappetitliche Sachen liegen auf den hinteren Parkplätzen. Was Jens Leidag, Vater einer achtjährigen Tochter, besonders ärgert: „Die Paare suchen nicht einmal den Schutz der Dunkelheit. Ich möchte nicht, dass Kinder so etwas mitbekommen.“

Der Anwohner glaubt, dass es sich bei den Paaren um Prostituierte mit ihren Freiern handelt, berichtete er jetzt in der Bezirksvertretung Huckarde. Die hat bereits die Polizei alarmiert. Sie will dort nun häufiger vorbeischauen. 

"Erstaunlich, was die Leute sich einfallen lassen"

Und auch die Sportwelt Dortmund GmbH, Betreiber des Bades, hat sich bereits mit der Problematik beschäftigt. Geschäftsführerin Claudia Heckmann sagt: „Es ist schon erstaunlich, was die Leute sich einfallen lassen, um auf den Parkplatz zu kommen. Da werden Barrieren einfach umgefahren. Und Sperrpfosten unerlaubterweise entriegelt und entfernt.“  Deshalb werden jetzt Metallschranken eingebaut. „Wir haben sie bereits gekauft und wollen sie zeitnah einbetonieren“, sagt Christiane Heckmann und hofft, die Zufahrt auf diese Weise effektiver versperren zu können.   

 

 

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