Paten sorgen für gefahrloses Spielen

05.09.2008, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wambel Eine Menge Spaß hatten die Kinder beim Fest auf dem Spielplatz "Auf dem Hohwart". Dort wartetete ein abwechslungsreiches Spieleangebot, das von Badminton bis zum Stelzenlauf reichte. Alle kamen voll auf ihre Kosten. Kaum hatte Spielplatzpate Christian Barrenbrügge die große Hüpfburg aufgebaut, da hatte ein Großteil der Besucher sie auch schon erobert. Wem das zu viel Aufregung war, der versuchte sich beim Einradfahren, Tauziehen oder Badminton.

Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es das Projekt rund um die Spielplatzpatenschaften. Hierbei kümmern sich Nachbarn und Anwohner auf unterschiedliche Art und Weise um die Anlagen.

Dazu gehört es, Mängel und defekte Spielgeräte zu melden, Gefahren zum Beispiel in Form von Glasscherben zu beseitigen und somit dafür zu sorgen, dass die Kleinen eine geeignete Spielatmosphäre vorfinden.

"Im Idealfall wohnen die Paten neben dem Spielplatz und haben immer einen direkten Blick auf das Geschehen. Sie müssen jedoch keinen Wachdienst halten", schmunzelte Lotte Lohse vom Jugendamt. Laut Lohse zeigten sich viele Eltern und Anwohner äußerst engagiert und leisteten eine Menge für die Kinder.

Manche veranstalten sogar Aktionen, die über die eigentliche Aufsichtpflicht der Paten hinausgeht. So wie Christian Barrenbrügge, der sich seit Anfang des Jahres um den Spielplatz "Auf dem Hohwart" kümmert. "So etwas ist natürlich eine dankbare Aufgabe. Das Lachen in den Kindergesichtern ist dabei der schönste Lohn", erklärte der vierfache Familienvater. In der Vergangenheit hatte der Spielplatz oftmals als Treffpunkt für Jugendliche gedient. Dass dies nicht Sinn und Zweck der Anlage war, dachte sich auch Barrenbrügge und ging als Pate mit gutem Beispiel voran.

Von den insgesamt 324 städtischen Spielplätzen in Dortmund verfügen mittlerweile schon 128 über eine solche Patenschaft. "Es wäre aber schön, wenn sich noch mehr Eltern und Nachbarn dazu bereit erklären würden", meint Lotte Lohse.

Felix Püschner

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