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Per Banner am Martin-Luther-King-Haus kontert die Christusgemeinde ein „Die Rechte“-Plakat

Wahlplakat stört Christusgemeinde

Kritik an Israel, Warnung vor „Asylanten“: Die Europa-Wahlplakate der „Rechten“ sind mit den Idealen der evangelischen Christusgemeinde nicht vereinbar. Sie setzt nun ein deutliches Zeichen.

Lütgendortmund

, 22.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Per Banner am Martin-Luther-King-Haus kontert die Christusgemeinde ein „Die Rechte“-Plakat

Mit einem großen Banner vor dem Martin-Luther-King-Haus reagiert die Evangelische Christus-Kirchengemeinde auf rechte Wahlplakate. © Matthias vom Büchel

Hoch, ganz oben hängen die Wahlplakate der Partei „Die Rechte“ an diversen Straßen Lütgendortmunds. Die Parolen sind die üblichen, warnen vor Asylbewerbern oder richten sich gegen den Staat Israel. Auch an der Holtestraße, direkt vor dem Martin-Luther-King-Haus, findet sich an einer Laterne diese Wahlwerbung. Für die Gemeinde eine gezielte Aktion. „Hier wird kritisiert, wofür wir stehen“, sagt Pfarrer Michael Mertins. „Aber das wollen wir so nicht hinnehmen.“

Mertins hat sich deshalb mit dem Presbyterium zusammengesetzt und beraten, wie die Gemeinde sich von der Wahlwerbung vor ihrer Haustür deutlich distanzieren kann. Das Ergebnis: Seit dieser Woche hängt ein großes Banner an der Fassade des Martin-Luther-King-Hauses. Es trägt die Aufschrift „Jesus Christus spricht: Das Heil kommt von den Juden“.

„Wir stellen klar, was hinter dieser Wahlwerbung steckt“

„Wir wollen mit diesem Banner Stellung beziehen, denn wir glauben nicht, dass auf den Wahlplakaten Kritik an der israelischen Politik geübt wird. Wir empfinden das vielmehr als Antisemitismus“, sagt Mertins. Auf der Homepage der Christus-Gemeinde findet sich deshalb eine Stellungnahme. „Wir positionieren uns in diesem Text ganz klar gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“, so Mertins, „und stellen klar, welches Gedankengut in Wahrheit hinter dieser Wahlwerbung steckt.

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