Perfekt angezogen zu Dortmunds großen City-Festen - eine Typenkunde

rnTypenkunde mit Augenzwinkern

Ob Dortmund à la carte, Juicy Beats oder Gartenflair – vor dem Besuch steht die Frage: „Was ziehe ich bloß an?“ Keine Panik! Wer sich an unsere Typenkunde hält, kann nichts falsch machen.

Dortmund

, 05.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Textilien bringen verborgene Seiten zum Vorschein. Und Kleider machen Leute. Dabei hat jede gesellschaftliche Veranstaltung in Dortmund so ihre ganz eigenen Regeln. Eine kleine Typenkunde. Erkennen Sie jemanden wieder?

Perfekt angezogen zu Dortmunds großen City-Festen - eine Typenkunde

Schickimicki sind die Besucher von Dortmund à la carte und Gourmedo. © Holga Rosen

Dortmund à la carte oder Gourmedo

Ob Dortmund à la carte oder Gourmedo – wer beim Schlemmerfest en vogue sein will, muss bestimmte Regeln beachten. Als Mann sollte man sein Camp-David-Poloshirt und Chinos aus dem Kleiderschrank holen, die Segelschuhe über die Füße streifen und sich den mintfarbenen Sommerpullover leger über die Schultern werfen. Sonnenbräune und eine Sonnenbrille machen den Look perfekt.

Die weibliche Begleitung trägt ein luftiges Kleid, am besten mit floraler Ornamentik, im Notfall auch auf der Bluse tragbar. Dazu passt eine großgliedrige Silberkette und knallroter Lippenstift. Ein Schuss Botox oder ein kleines Gesichtsliftung gehört bei vielen zum guten Ton. Die frischen Tattoo-Rosen, die man bei Juicy Beats sieht, sind bei den Schlemmerfestivals häufig schon ein bissen verwelkt.

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Ohne Handy keine Pokémon-Pirsch. Besser sind gleich zwei Handys. © Holga Rosen

Pokémon-Go-Fest

Ein Muss beim Pokémon-Go-Fest ist das T-Shirt mit Comic-Motiv, alternativ ein Motiv aus Herr der Ringe. Der Mann trägt Cargohose, die Pokémon-Jägerin bunte Haare, am häufigsten ganz klassisch blassrosa oder progressiv lila-schwarz. Zum Minikleid (knapp) sind Plateau-Stiefel ein Muss. Unverzichtbares Accessoire für die Pokémon-Pirsch ist natürlich das Handy. Oder besser: gleich mehrere.

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Je weniger auf der Haut, umso besser – Tattoos ausdrücklich ausgenommen –, ist das Motto beim Musikfestival Juicy Beats. © Holga Rosen

Juicy Beats

Was man auf dem Musikfestival Juicy Beats trägt? So gut wie nix. Trotzdem gibt es einige Regeln für den letzten Schrei. Eine verspiegelte Sonnenbrille verleiht die gewisse Coolness in der Sommerhitze. Wer es auch noch bunt treiben will, wählt einen neonfarbenen Brillenrahmen. Dazu Shorts, Muskelshirt und Flip-Flops – und fertig ist der Juicy Beater. Die Mädchen springen in Hotpants. Alternativ tut es auch ein Minirock. Obenrum ein Bikinitop und ein Hippieband im Haar. Ein breites Lächeln steht Männlein wie Weiblein gleichermaßen gut zu Gesicht.

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Bei der Gartenflair trägt sie Blumenrock und er die Taschen. © Holga Rosen

Gartenflair

Da sind wir bei Rosamunde Pilcher. Ein Strohhut für die Dame ist unerlässlich, so als ob sie gleich die Rosen in ihrem allerliebst gepflegten grünen Paradies schneidet. Natürlich im Kleid oder Rock mit Blumenaufdruck aus nachhaltiger Produktion, am besten aus England. Die Männer haben es da leichter. Sie tragen nur die Taschen, in denen Frau die neu erstandenen Gartenschätze mit nach Hause nimmt.

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Zöpfe, lose und geflochten, sind der haarige Stil beim Microfestival. © Holga Rosen

Microfestival

Ein ganz eigenes Völkchen ist das auch beim Microfestival. Der Weltmusikfan latscht in Trekkingsandalen über den Friedensplatz. Das ausgewaschene Batik-T-Shirt wird jedes Jahr aufs Neue ausgeführt. Das längliche, zwischenzeitlich ergraute Haar – oder besser das, was davon noch übrig ist – bindet Mann zum dünnen Zopf. Etwas dicker und geflochten ist der Zopf bei seiner weiblichen Begleitung, die dazu einen Wallekleid aus Leinen und Schmuck aus Holz von einer ökologisch-nachhaltigen Plantage trägt.

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