Perfekte Schiebung

Am Ende ist doch alles gut gegangen. Sichtlich erschöpft begutachtet Oberbauleiter Lars von Göldel noch einmal den Überbau an der Bahnunterführung an der neuen Fürst-Hardenberg-Allee in Lindenhorst.

01.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

«An einigen Stellen hat es ein wenig gehakt, aber nun ist er drin», lächelt der Diplom-Ingenieur.

Hintergrund des großen Bauvorhabens ist der Neubau einer Unterführung unter der Bahnstrecke an der Fürst-Hardenberg-Allee, die im Frühjahr 2008 fertig sein soll. Zwei Überbauten, jeweils rund 440 Tonnen schwer, werden dazu aus nördlicher und südlicher Richtung eingepresst, damit künftig der Güterverkehr ohne Probleme über die Schienen rollen kann.

Der Startschuss für von Gölden und seine rund 40 Bauarbeiter fiel am Samstagabend. «Gestützt von großen Trägern wird der Überbau 20 Meter über eingefettete Gleitlager auf zwei Mittelfugen geschoben», erklärt der Ingenieur. Zwei Pressen drücken die 440 Tonnen reinen Stahlbeton dabei mit rund 16 Zentimetern pro Minute in die richtige Position.

Nach zwei Stunden Hoffen und Bangen war es dann endlich geschafft. «Unsere größte Sorge war, dass die Träger der großen Last nicht standhalten», so der Bauleiter - doch nun seien alle Zweifel ausgeräumt.

Zeit zur Erholung bleibt jedoch nur wenig. «Dies war nur der erste Schritt», schmunzelt Lars von Gölden. Denn bereits am nächsten Wochenende geht es für ihn und seine Männer wieder von vorne los - dann wird der nächste Überbau aus südlicher Richtung eingepresst.

phip

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