Pferde standen knietief in eigenem Kot und Urin

Schlimme Tierquälerei

DORTMUND Dramatische Tierrettung im Stadtteil Schnee: Fünf Haflinger bekamen dort zwar regelmäßig Futter, gesäubert wurde der Stall jedoch schon seit Jahren nicht mehr. Am Donnerstag folgte endlich die Rettung.

von Von Constantin Blaß

, 12.06.2009, 13:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Bild des Schreckens. Die vielen Helfer fassungslos. Wildfremde Menschen weinten und umarmten sich. Der Besitzer betrachtete das Geschehen eher regungslos. Hin und wieder huschte ein Grinsen über sein Gesicht. "Das sind doch nur Tiere."Mit einem Feuerwehrkran sollte der Hengst auf einen Hänger gehoben werden. Ohne Narkose unmöglich. Mit für den Hengst jedoch beinahe tödlich. Die Idee mit dem Kran wurde verworfen. "Wir haben ihn dann mit Medikamenten aufgepeppelt und zu Fuß zur Pferdeklinik gebracht", sagt Gabi Bayer. "Hopp oder Topp: Entweder er schafft es oder nicht." Der 76-Jährige war inzwischen in sein Haus gegangen. Der Fernseher rief. Um 1 Uhr nachts dann die Gewissheit: Der Hengst hatte den Weg - ca. 3 Kilometer - bis zur Klinik geschafft. Vorerst. In den nächsten acht Tagen wird sich zeigen, ob er überlebt. Gegen den ehemaligen Besitzer - er hat die Tiere der Arche 90 überschrieben - wurde inzwischen Strafanzeige wegen Tierquälerei gestellt.

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