Phoenix-See: Mercedes-Fahrer sorgt für 69.000 Euro Schaden

Flucht vor der Polizei

Die Sonntagsruhe am Phoenix-See hat am Nachmittag ein jähes Ende gefunden: Auf der Flucht vor der Polizei rammte ein Mercedes-Fahrer drei parkende Autos und verursachte rund 69.000 Euro Schaden. Dann versteckte er sich in einem Gebäude an der Hörder Hafenstraße. Später verriet der 24-Jährige der Polizei, warum er überhaupt geflohen war.

HÖRDE

von Thomas Thiel

, 22.10.2017, 18:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Mercedes-Fahrer ist am Sonntag gegen 16.15 Uhr am Phoenix-See vor einer Polizeikontrolle geflohen und hat drei parkende Autos gerammt. Danach versteckte er sich in einem Parkhaus an der Hörder Hafenstraße. Die Polizei nahm ihn fest. Die Hintergründe seiner Flucht sind noch unklar.

Ein Mercedes-Fahrer ist am Sonntag gegen 16.15 Uhr am Phoenix-See vor einer Polizeikontrolle geflohen und hat drei parkende Autos gerammt. Danach versteckte er sich in einem Parkhaus an der Hörder Hafenstraße. Die Polizei nahm ihn fest. Die Hintergründe seiner Flucht sind noch unklar. © Foto: Christopher Neundorf

Aktualisierung Montag, 12.42 Uhr: Fahrer stand unter Drogeneinfluss

Nun hat die Polizei mehr Informationen zum Einsatz bekannt gegeben. Bei dem Mercedes-Fahrer handelt es sich um einen 24-jährigen Mann aus Werl. Auslöser seiner Flucht war eine Polizeikontrolle auf der Faßstraße: Die Polizei wollte ihn anhalten, weil er mit 50 anstatt der erlaubten 30 km/h unterwegs gewesen war. Doch da er - wie er später auf der Wache aussagte - keine Fahrerlaubnis besaß und obendrein noch vorher Drogen genommen hatte, versuchte er zu fliehen. Später fand sich unter einem der Sitze des Mercedes‘ ein Joint.

Dumm nur, dass sich der Flüchtende für eine Sackgasse entschied und in die Hörder Hafenstraße einbog. Seine Flucht endete nach der Kollision mit drei geparkten Autos vor dem Hafenpromenade am Phoenix-See. Zuvor hätte er fast noch eine Joggerin angefahren, die sich laut Polizei „nur durch einen beherzten Sprung zur Seite“ retten konnte.

Der 24-Jährige floh zu Fuß weiter. Entgegen erster Informationen versteckte er sich nicht in einem Parkhaus sondern in einem nahen Wohn- und Bürokomplex. Dort fand ihn die Polizei schließlich. Bei seiner Durchsuchung fand die Polizei eine dreistellige Summe Bargeld und eine blaue Pille, bei der es sich nach Informationen der Redaktion um eine Viagra-Pille handelte.

Nach Abschluss der Befragung und Untersuchung durfte der Werler die Wache verlassen. Ihn erwartet jetzt eine Strafanzeige unter anderem wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, sowie Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss. Den Sachschaden, der bei der Kollision des Mercedes‘ mit den drei Autos hatte, schätzt die Polizei auf rund 69.000 Euro.

Erstmeldung Sonntag, 17.44 Uhr: Polizei umstellte Gebäude

Gegen 16.15 Uhr quietschten am Phoenix-See plötzlich die Reifen: Ein weißer Mercedes mit Hammer Kennzeichen gab bei einer Polizeikontrolle Gas. Doch der Fahrer kam nicht weit. Aus unbekannten Gründen verlor er die Kontrolle über sein Auto und fuhr in drei geparkte Autos. Alle beteiligten Wagen trugen teils schwere Schäden davon.

Augenzeugen berichten, dass der Mercedes zwar noch einige hundert Meter weiterfuhr, dann aber stehenblieb. Der Fahrer setzte seine Flucht zu Fuß fort und versteckte sich in einem nahen Parkhaus. Die Polizei umstellte das Gebäude und durchsuchte es. Gegen 17 Uhr, so die Leitstelle der Polizei, wurden sie fündig.

Der Fahrer wurde zur Befragung auf eine Polizeiwache gebracht. Die Hintergründe seiner Flucht sind noch nicht geklärt. Die Ermittlungen laufen.

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