Phoenix-See: Riesenrad könnte sich im Sommer drehen

rnSchausteller in Dortmund

Die CDU schlägt vor, ein Riesenrad am Phoenix-See aufzustellen, um die Schausteller zu stärken. Die Pläne werden ausgereifter. Neu ist die Idee nicht: Es gab schon mal ein Rad am See.

Hörde

, 14.05.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist die Chance zu zeigen, dass sie noch da sind: Ein Freizeitpark mit mehreren Fahrgeschäften an den Westfalenhallen oder ein Riesenrad am Phoenix-See könnten bald in Dortmund für gute Laune sorgen.

Was sich erst wie eine Schnapsidee anhörte, scheint nun immer konkreter zu werden. „Ich habe die Idee einfach mal aufgeworfen und jetzt sind wir in Gesprächen mit der Stadt Dortmund“, sagt Schausteller Patrick Arens.

Die Stadt Dortmund ist gesprächsbereit

„Das sind ja auch keine neuen Ideen“, sagt Arens. „In Magdeburg steht ein Riesenrad und am Hafen in Bremen steht auch eins.“ Warum also nicht in Hörde?

Die Riesenrad-Idee am See kam von der CDU. „Es sollen auf keinen Fall Forderungen von uns Schaustellern sein. Es waren Ideen und die Stadt Dortmund zeigt sich sehr gesprächsbereit“, sagt der Schausteller. Das müsse sich aber in den nächsten vierzehn Tagen entscheiden.

Beeindruckender Blick von oben. Heute sieht das Umfeld am See völlig anders aus.

Beeindruckender Blick von oben. Heute sieht das Umfeld am See völlig anders aus. © Jörg Bauerfeld

Geplant sei das alles für Anfang Juli. Also für den Beginn der Sommerferien in NRW. „Aber man muss eben auch immer schauen, wie sich das Infektionsgeschehen bis dahin entwickelt“, sagt Arens. Und ob das dann noch alles umsetzbar sein. „Im Moment ist ja alles im Rahmen, toi, toi, toi.“

Hygienepläne schon ausgearbeitet

Wie konkret die Umsetzung des Freizeitparks an den Westfalenhallen oder auch ein Riesenrad am Phoenix-See ist, zeigt die Tatsache, dass die Schausteller die fertigen Hygienepläne schon in der Schublade haben.

„Wir wollen nur etwas anbieten, was Hand und Fuß hat“
Patrick Arens, Schausteller

Die Schausteller haben die Dezernenten der Stadt angeschrieben, jetzt folgen Gespräche. Danach müssen die Beteiligten sehen, wie es sich entwickelt. Vor allem soll es kein Schnellschuss werden. „Wir wollen nur etwas anbieten, was Hand und Fuß hat. Wie man das von uns Schaustellern gewohnt ist“, sagt Arens.

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Aufgrund der Hygieneverordnung hätte man bei den Fahrgeschäften das kleinste Problem. Denn separate Ein- und Ausgänge seien vorhanden. „Es ist für uns wichtig, in Dortmund ein attraktives Angebot zu bieten. Auch für die Menschen, die in diesem Jahr vielleicht nicht in den Urlaub fahren können“, sagt Arens.

Keine Kirmes am See

Würde das Riesenrad allein am See stehen oder wäre noch mehr möglich? „Nein“, sagt Arens. „Eine Kirmes können wir am Phoenix-See nicht machen.“ Maximal könnten zwei oder drei Buden hinzukommen, mehr aber nicht. Sonst sei die Einhaltung der Regeln schwierig.

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Auch die Riesenrad-Stelle könnte schon auserkoren sein. Da, wo es schon ein paarmal stand: So wie im Jahr 2013, als sich das Fahrgeschäft für ein neues Nashorn-Haus im Dortmunder Zoo drehte. Am Hafenbecken vor der Hörder Burg.

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Riesenrad am Phoenix-See

Wenn die Erdmännchen im Dortmunder Zoo könnten, würden sie wohl Beifall klatschen. Seit gestern steht vor der Hörder Burg ein Riesenrad und dreht sich ab sofort für eine neue Behausung der niedlichen Tiere.
13.06.2013
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