Physik ganz anders und zum Mitmachen

VHS-Kursus

DORTMUND Zwei Plastik-Flaschen liegen an der Startlinie. Beide sind gleich schwer. Eine ist mit klebrigem Sand, die andere mit Wasser gefüllt. Wie das Wettrennen ausgeht, ist für Physik-Fans ganz klar. Die anderen dürfen raten. Bei der Mitmach-Ausstellung in der VHS am Mittwoch gab es eine Show mit Wissen und Witz: "Physik ganz anders".

von Von Claudia Picker

, 07.05.2009, 14:21 Uhr / Lesedauer: 2 min
Physik kann so spannend sein. Student Kim Petsch zeigt hier wie man mit trockenen Fingern an das Geldstück in der Flüssigkeit kommt.

Physik kann so spannend sein. Student Kim Petsch zeigt hier wie man mit trockenen Fingern an das Geldstück in der Flüssigkeit kommt.

Die glühende Gewürzgurke war dabei wohl eines der spektakulärsten Phänomene. Strom an: Orange leuchtet der grüne Gurkenkörper, er qualmt, es knistert, es stinkt. Strom aus: Der Zauber ist vorbei. Der Gestank bleibt. Zauberei - davon ist die glühende Gurke weit entfernt. Es sind Natriumteilchen die durch hohen Strom zum Leuchten gebracht werden. Die Gurke ist voll davon - schließlich war sie in Salzwasser eingelegt und das besteht aus Natriumchlorid. Doch die Besucher der Ausstellung bekamen noch mehr zu sehen: Farbige Schatten, ein winziger Elektromotor - bestehend aus einer Batterie, einer Schraube und einem Stück Kabel -, fliegende Bälle und Wasserspiele. Unermütlich erklärten und experimentierten die Studierenden.

Physik ist auf einem guten Weg", sagt Heike Theyßen mit Blick auf ihre Studierenden. Der Frontalunterricht nehme nach und nach ab. Lehramtsstudierende fehlten aber nach wie vor. "Physik muss anschaulich sein", sagt Lina Hampel (22). Sie studiert Physik und Mathe. Physik hat sie zu ihrer Schulzeit nicht gerade begeistert. "Ich konnte es einfach", sagt sie. Ihre Motivation im Studium: "Besser sein, als mein Physiklehrer."

Bei dem Wettrennen der beiden Flaschen am Anfang hat übrigens die Wasserflasche gewonnen. Haushoch. Und zwar, weil das Wasser in der Flasche sich nicht mitdrehen muss. Die ganze Energie kann auf das Drehen der Flasche verwendet werden. Der nasse, klebrige Sand hingegen muss von der Flasche mitgedreht werden. Da geht jede Menge Energie verloren...  

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