Planung für B1-Tunnel kann weitergehen

Bund stuft Projekt hoch

Gute Nachricht in Sachen B1-Tunnel: Der Bund will das Milliarden-Projekt in seinen Investitionsplanungen bis zum Jahr 2030 offenbar eine halbe Kategorie höher einstufen und damit zumindest den Weg für die weitere Planung frei machen.

DORTMUND

, 15.07.2016, 17:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen der Sperrung auf der B1 staute sich der Verkehr.

Wegen der Sperrung auf der B1 staute sich der Verkehr.

Großen Unmut hatte der im März vorgestellte Entwurf des Bundesverkehrswegeplans in Dortmund ausgelöst. Denn der B1-Tunnel wurde dort nicht mehr wie bisher im "Vordringlichen Bedarf", sondern nur noch im "Weiteren Bedarf" eingestuft. Damit wäre nicht nur ein Baubeginn vor dem Jahr 2030, sondern sogar die Neuaufnahme der Planungen unmöglich.

Hier soll der Tunnel entstehen:

 

Politik, Stadt, Wirtschaft und auch die Landesregierung protestierten heftig. Und das wohl mit Erfolg. Im aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans für das Bundeskabinett ist der B1-Tunnel in den "Weiteren Bedarf mit Planungsrecht" hochgestuft, teilte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek am Freitag mit.

Planungen können weiterlaufen

Mit dieser Einstufung wird zwar noch kein Geld für den Baubeginn vor 2030 in Aussicht gestellt. Aber zumindest die Planungen können weiterlaufen. Wäre es bei der alten Einstufung geblieben, hätte sie ebenfalls bis mindestens 2030 auf Eis gelegen. "NRW kann jetzt mit mit den Planungen beginnen", hieß es gestern aus dem NRW-Verkehrsministerium.

Mit Freude reagierte Oberbürgermeister Ullrich Sierau auf die Mitteilung Groscheks. "Wir können uns nur bedanken. Der gemeinsame Einsatz für den B1-Tunnel in Berlin hat sich gelohnt", stellte Sierau fest.

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