Plumpe Massenmails führen zu nichts

01.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Proben ist eine Sache, mit der eigenen Band touren eine andere. Tipps, wie Nachwuchsmusiker ihre ersten Schritte auf den Brettern der Welt erfolgreich meistern können, gaben jetzt zwei Experten im Freizeitzentrum West (FZW). Florian Böhlendorf, Inhaber der Konzertagentur «Klassenfahrt», und Konzertbooker Frank Dietrich vom Münsteraner Konzertclub Gleis 22 plauderten im FZW aus dem Nähkästchen.

Junge Musiker erhielten nützliche Hinweise für die richtige Bandpräsentation, die Organisation und Werbung von Konzerten sowie die Planung von Tourneen. Die Teilnehmer erfuhren bei dem Workshop alles über das Buchen aus der Sicht eines Clubs und einer Konzertagentur.

«Weniger kann manchmal mehr sein» - Dieser althergebrachte Appell zur Mäßigung trifft auch auf die moderne Musikbranche zu. Das meint zumindest Club-Booker Frank Dietrich. Seit nunmehr fast 15 Jahren ist er in der Szene aktiv und hat maßgeblich zum Erfolg des Münsteraner Gleis 22 beigetragen. Riesige MP3s, die seine Mailbox lahm legen, ärgern ihn. Aber auch kostenintensiv gestaltete Bewerbungen, die dann doch nur im Papierkorb landen, sind ihm nicht fremd.

«Wichtig ist, dass die Bands prüfen, welche Musik in welchem Club läuft und sich dann gezielt bewerben. Plumpe Massenmails bringen junge Talente nicht weiter», sagt Frank Dietrich.

Der nächste Booking-Workshop findet am 9. September im FZW statt. Interessenten können sich direkt im FZW anmelden unter Tel. 177820. www.fzw.de

Menomena

Menomena ist der Name der Band, die heute (2. 7.) im Freizeitzentrum West am Neuen Graben auftritt (Einlass 20 Uhr). Im Zentrum ihres Sounds schlägt ein elektronisches Herz. Innerhalb der Sounds schwanken die Stimmungen beträchtlich. Vorab präsentieren «Modulator» elektronischen Jazz-Noise-Funk-Pop. AS

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