Pohlmann bereitet sich auf Machtwechsel vor

OB-Wahl

DORTMUND Endspurt im Wahlkampf. Joachim Pohlmann, Jurist und OB-Kandidat von CDU und FDP/Bürgerliste, will auch nach der Wahl am 9. Mai Anwalt bleiben - aber als Oberbürgermeister "Anwalt aller Bürger".

von Von Gaby Kolle

, 06.05.2010, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pohlmann bereitet sich auf Machtwechsel vor

Gibt sich zuversichtlich: Joachim Pohlmann.

Für eine Amtsübernahme, die frühestens am 18. Mai über die Bühne gehen würde, sieht sich der CDU-Kandidat gewappnet; denn um die organisatorischen Weichen für den Tag X zu stellen, schmieden Pohlmann und seine Mitstreiter an einem Team aus ehemaligen CDU-OBs anderer Kommunen, früheren Dezernenten und Vertretern der CDU-nahen Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV). Diese erfahrene Gruppe soll ihm im Hintergrund zuarbeiten. Pohlmann: "Es geht darum, von Anfang an keine falschen Schritte zu tun." Wie berichtet, will Pohlmann die politischen Gremien verkleinern, die Bezirksverwaltungsstellen reduzieren und die Verwaltungsspitze umbauen ("möglichst ohne sie zu erweitern").

Im Personalrat stünden die Signale auf "gute Mitarbeit". Die eine Woche bis zur angestrebten Amtsübernahme will Pohlmann dazu nutzen, mit gesellschaftlich relevanten Gruppen zu sprechen. CDU-Parteichef Steffen Kanitz und FDP-Ratsherr Lars Rettstadt sehen eine "realistische Chance" für Pohlmann. Sierau habe sein Versprechen von "Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit" nicht gehalten, spielt Kanitz u.a. auf die Gehaltsaffäre an. Henning Müller-Späth, selbst mal Genosse und heute im Vorstand der Bürgerliste, möchte "die Arroganz der Macht brechen. Wenn nicht jetzt, dann wird das in meinem Leben nicht mehr klappen."

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