Politische Mehrheit für Dortmunder EM-Bewerbung steht

Fußball-Europameisterschaft 2024

Die politische Mehrheit für eine Bewerbung Dortmunds als Spielort für die Fußball-Europameisterschaft 2024 steht. Die Ratsfraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP/Bürgerliste sprachen sich am Montag in ihren Sitzungen für die Bewerbung aus. Die muss nun schnell auf den Weg gebracht werden.

DORTMUND

, 04.07.2017, 09:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Politische Mehrheit für Dortmunder EM-Bewerbung steht

Der Signal Iduna Park soll Austragungsort für Spiele der Fußball-EM 2024 werden.

Im Vorfeld hatte es lange Diskussionen um die Bewerbung als EM-Spielort gegeben. Verwaltungsspitze und Politik hatten anfangs Kritik an den unklaren finanziellen Risiken, die mit der Gastgeber-Rolle bei der EM für die Städte verbunden sind, geübt. Nach Gesprächen von Vertretern der Bewerberstädte mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Rücksprache mit der Bezirksregierung Arnsberg hatte der Verwaltungsvorstand dann aber doch die Bewerbung empfohlen.

Man schätze inzwischen den Nutzen etwa durch Einnahmen deutlich höher als die ohnehin minimierten Risiken, hieß es zuletzt. Dieser Bewertung schlossen sich am Montag auch die Ratsfraktionen von SPD, CDU, Grünen und FDP/Bürgerliste an. „Man muss auch die Vorteile sehen, die mit einer EM für Dortmund verbunden sind. Und wir gehen davon aus, dass sie deutlich überwiegen werden“, begründete SPD-Fraktionsgeschäftsführer Christian Uhr die aktuelle Haltung seiner Fraktion.

Bewerbungsschluss am 10. Juli

Die Dringlichkeitsentscheidung für die Bewerbung, die vom Oberbürgermeister und einem weiteren Ratsvertreter unterzeichnet sein muss, soll noch in dieser Woche auf den Weg gebracht werden. Denn der Bewerbungsschluss für die Städte beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist am nächsten Montag (10. Juli) – drei Tage vor der nächsten Ratssitzung.

An diesem Dienstag tagt allerdings noch der Sonderältestenrat mit den Vertretern aller Ratsfraktionen, am Donnerstag der Finanzausschuss.

Linke/Piraten sagen Nein

Gegen die EM-Bewerbung wird dann die Fraktion Die Linke/Piraten stimmen. Leider, wie der Fraktionsvorsitzende Utz Kowalewski anmerkt. „Das ist keine Entscheidung gegen den Fußball und erst recht keine Entscheidung gegen die Fußball-Fans. Aber uns sind die finanziellen Risiken einfach zu hoch“, erläutert Kowalewski. Nach wie vor könne die Stadt die möglichen Ausgaben, die mit einer Europameisterschaft in Dortmund verbunden sind, nicht abschätzen.

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