Die Polizei teilt mit, wie sich die Kriminalität in Dortmund im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt. © Kevin Kindel
Kriminalitätsstatistik

Polizei-Bilanz: So viele Straftaten gab es in Dortmund im ersten Halbjahr

Zu Beginn des Jahres hat sich Dortmund noch im Corona-Lockdown befunden - auch für die Polizei war das eine neue Situation. Jetzt gibt’s aktuelle Fallzahlen über die Entwicklung der Straftaten in der Stadt.

Die Dortmunder Polizei hat am Dienstag (20.7.) ihre Halbjahresstatistik veröffentlicht.

Im ersten Halbjahr 2021 sind die wenigsten Straftaten der vergangenen Jahre in Dortmund verzeichnet worden. Verglichen werden die Zahlen rückwirkend bis zum Jahr 2015. Damals gab es laut Polizei rund 60 Prozent mehr Taten als jetzt.

26.739 Delikte sind im aktuellen Jahr bis Ende Juni gezählt worden. Im Vorjahr waren es 28.201 und im Jahr 2015 sogar 42.898. „Unter Berücksichtigung der Besonderheiten im zweiten Pandemie-Jahr stellen wir zunächst einmal fest, dass Dortmund mit Blick auf die Entwicklung der Kriminalität sicherer geworden ist“, so die Polizei.

Zu Beginn des Jahres gab es deutliche Kontaktbeschränkungen, die Menschen haben potenzielle Taschendiebe beispielsweise nicht so nah an sich herangelassen. In April und Mai gab es sogar die nächtliche Ausgangssperre. „Trotz des teils monatelangen Stillstands des öffentlichen Lebens ergaben sich immer wieder neue Herausforderungen“, heißt es weiter.

Das Einsatzgeschehen rund um die Auto-Szene am Dortmunder Wall ist eine solche neue Herausforderung geworden. Rund um den Jahreswechsel hatte sich herumgesprochen, dass junge Leute dort in den Autos ihre Abende verbringen können, als Bars und Kneipen geschlossen waren. Lärm und gefährliche Fahrmanöver waren die Folge.

Gestiegen sind die Fallzahlen der Rauschgiftkriminalität, von 572 Taten im Vorjahr auf jetzt 760 (plus 32 Prozent). Dies führt die Polizei auf den erhöhten Kontrolldruck zurück. In der Regel zeigen sich die Beteiligten in diesem Bereich schließlich nicht gegenseitig an - anders als bei Straftaten wie Fahrraddiebstählen.

Wenige Raubüberfälle und Taschendiebstähle

Im Bereich der Straßenkriminalität hat es hingegen einen deutlichen Rückgang gegeben, auffällig ist beispielsweise die positive Entwicklung bei Raubüberfällen. 213 Mal sind „Raub und räuberische Erpressung“ festgestellt worden, vor sechs Jahren gab es im selben Zeitraum noch 505 Fälle. 499 Taschendiebstähle stehen jetzt 2627 Taten aus 2015 gegenüber.

Die Zahlen des Wohnungseinbruchsdiebstahls sind in den vergangenen Jahren ebenfalls kontinuierlich zurückgegangen. Nur 393 Taten sind 2021 bislang verzeichnet worden - nur ein Bruchteil der 1947 Taten, die noch im ersten Halbjahr 2015 gemeldet wurden.

Polizeipräsident Gregor Lange freut sich über die positiven Zahlen: „Der Einbruchsschutz der Menschen und unsere Beratungen und Präventionshinweise machen sich bezahlt. Auch die Arbeit unserer Ermittlungskommissionen ruht nicht, sondern wird intensiv fortgesetzt. Und wir müssen auch weiter dranbleiben.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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Kevin Kindel

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