Kampf gegen Raser: Polizei Dortmund errichtet Straßensperren auf dem Wall

Schwerpunkteinsatz

Die Polizei hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Straßensperren in Dortmund errichtet. Das sollte Raser fernhalten – die die Absperrungen teilweise einfach weggeräumt haben.

Dortmund

, 18.10.2020, 11:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag mehrere Straßensperren in Dortmund errichtet - der Einsatz richtete sich gegen Raser. (Symbolbild)

Die Polizei hat in der Nacht zu Sonntag mehrere Straßensperren in Dortmund errichtet - der Einsatz richtete sich gegen Raser. (Symbolbild) © dpa

Die Polizei war am Wochenende schwerpunktmäßig gegen die Raserszene in Dortmund im Einsatz. Dazu hat sie am Samstagabend (17.10.) ab 23 Uhr einige Straßensperren errichtet, um Raser und Poser aus der Dortmunder Innenstadt fern zu halten, wie es in einer aktuellen Meldung heißt.

Die Sperren führten dazu, dass der Verkehr vom Südwall kommend nicht auf den Ostwall fahren konnte, sondern auf die Ruhrallee abbiegen musste. Hinter der Sperre am Ostwall richtete die Polizei eine Kontrollstelle ein.

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Das führte dazu, dass gegen 1 Uhr in der Nacht deutlich weniger Pkw unterwegs waren, heißt es.

Raser räumen Absperrungen einfach weg

Einige unbelehrbare und uneinsichtige Fahrerinnen und Fahrer bildeten auf dem Wall mit ihren Fahrzeugen Gruppen und fuhren sinnlos umher, berichtet die Polizei allerdings weiter. Mit mehreren Streifenwagen hielt die Polizei diese Gruppen an und erteilte Platzverweise.

Mehrfach räumten Personen aus der Szene die Absperrungen auf dem Schwanenwall einfach zur Seite. „Wir bewachen ja nicht jede Barke“, sagt Polizeisprecher Peter Bandermann im Gespräch mit der Redaktion.

Doch auch sie erhielten Platzverweise. Insgesamt mussten 86 Personen den Innenstadt-Bereich verlassen. „Das ist schon eine hohe Zahl“, sagt Bandermann.

Straßensperren auch am Phoenix-See

Man habe allerdings die Befürchtung gehabt, dass sich das Problem durch die Maßnahmen von der Innenstadt nach Hörde verlagert. Deshalb gab es auch Straßensperren am Phoenix-See – besonders südlich davon, wie Bandermann sagt.

Denn auch am Phoenix-See hatte es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben – auch wenn es hier zumeist eher um Posen als um Straßenrennen gehe.

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Anwohner waren durch die Absperrungen allerdings nicht eingeschränkt, sagt Bandermann. „Bei Nachweis der Anschrift konnten sie die Absperrungen passieren“, sagt er. Am Phoenix-See habe es in der betreffenden Nacht allerdings keine Auffälligkeiten gegeben, sagt der Polizeisprecher.

Den Wall „so unattraktiv wie möglich machen“

Raser und Poser seien mit stark motorisierten Fahrzeugen, lauten Auspuffanlagen und wegen Hupkonzerten für massive Lärmbelästigungen verantwortlich, was bei der Polizei immer wieder zu Beschwerden von Anwohnern führe.

Die Polizei weist darauf hin, dass unnützes Hin- und Herfahren innerhalb geschlossener Ortschaften verboten ist, wenn andere Personen zum Beispiel durch Motorenlärm belästigt werden. So steht es in der Straßenverkehrsordnung.

Das Konzept der Polizei war darauf ausgelegt, der Raser- und Poser-Szene den Aufenthalt und das Fahren auf dem Wall so unattraktiv wie möglich zu machen, heißt es.

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