Polizei Dortmund warnt Raser vor Rennen am "Car-Freitag"

Kontrollen

Zum "Car-Freitag" rechnet die Polizei Dortmund mit Anreisen aus ganz NRW – und kündigt Kontrollen gegen Raser und Tuner an. Dabei könnte ein Ausflug nach Dortmund teuer werden.

Dortmund

10.04.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim "Car-Freitag" 2018 standen getunte Autos auf Phoenix-West in Hörde in Reih und Glied an einer Kontrollstelle der Polizei.

Beim "Car-Freitag" 2018 standen getunte Autos auf Phoenix-West in Hörde in Reih und Glied an einer Kontrollstelle der Polizei. © Archiv

Wegen vieler negativer Erfahrungen in der Vergangenheit ist die Polizei Dortmund am Karfreitag (10.4.) und in der Nacht zu Samstag (11.4.) im Einsatz gegen Raser und Tuner, die den Straßenverkehr gefährden und die öffentliche Ordnung stören. Man rechne trotz der anhaltenden Corona-Pandemie erneut mit Anreisen aus ganz NRW, heißt es in einer Mitteilung der Polizei am Mittwoch.

Dabei kann ein Ausflug nach Dortmund teuer werden, heißt es darin. Bei Tempo-Verstößen oder illegalen Fahrwerks-Veränderungen seien nicht nur Geldbußen fällig. Wer so auffalle, müsse obendrein mit Gutachterkosten, Abschleppgebühren und im schlechtesten Fall auch mit Anwalts- und Gerichtskosten rechnen.

Laut Lorenz Schnadt, dem stellvertretenden Leiter der Direktion Verkehr im Polizeipräsidium und dem Chef der Autobahnpolizei, komme da unter dem Strich schnell ein vierstelliger Eurobetrag zusammen. "Das Geld kann man sicher auch anders ausgeben."

Viele Verstöße im vergangenen Jahr

Im Jahr 2019 kontrollierte die Polizei in Dortmund und auf den umliegenden Autobahnen 250 Personen und 202 Fahrzeuge. Knapp 200 Verfahren wegen typischer Verstöße gegen die Regeln im Straßenverkehr, wie zum Beispiel zu hohes Tempo, das Erlöschen der Betriebserlaubnis oder auch das Nutzen eines Handys am Steuer, habe die Polizei damals eingeleitet.

Weitere 245 Verfahren der Stadt Dortmund durch Geschwindigkeitsmessungen seien dabei hinzugekommen. In insgesamt fast 450 Fällen sei zudem eine Geldstrafe verhängt worden.

Doch wie geht die Polizei genau vor? Laut Schnadt beobachte man, auch verdeckt, den Verkehr auf den Autobahnen und anderen Zufahrtsstraßen in Richtung Dortmund. "Selbstverständlich sind wir auch in der Dortmunder Innenstadt im Einsatz, um Verstöße in aller Konsequenz zu ahnden."

Ansammlungsverbot auch im Auto

Doch nicht nur bei Verstößen gegen die Regeln des Straßenverkehrs werde die Polizei null Toleranz zeigen. Raser und Tuner müssten auch bei Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz mit Strafen rechnen. Ansammlungen von mehr als zwei Personen und Veranstaltungen unter freiem Himmel seien strikt verboten, um die Infektionsketten zu unterbrechen.

Straßen zählten ebenfalls zum öffentlichen Raum, so die Polizei. Heißt: Auch bei privaten Autofahrten dürften sich nicht mehr als zwei Personen in einem Fahrzeug aufhalten. Nur bei Familienmitgliedern gelte eine Ausnahme.

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