Polizei lehnt Bewerberin wegen Silikonbrüsten ab

Verwaltungsgericht

Weil sie Silikon-Implantate in den Brüsten hat, darf eine Frau aus Dortmund keine Polizistin werden. "Zu gefährlich", sagt der Polizeiarzt. Seit Donnerstag beschäftigt der Fall das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen.

DORTMUND

19.06.2015, 01:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die 31-Jährige hatte sich 2013 für den gehobenen Dienst beworben, kam aber nur bis zum Medizin-Check. Untauglich, lautete das vernichtende Urteil. Genau das will die Dortmunderin jedoch nicht akzeptieren. Vor Gericht beruft sie sich auf einen Sonderfall. Ihre Silikon-Implantate seien schließlich besonders geschützt, weil sie hinter dem Brustmuskel lägen.

Im schlimmsten Fall: Dienstunfähigkeit

Auf Seiten der Polizei befürchtet man vor allem das Langzeit-Risiko. Wenn bei einem Einsatz ein Silikonbeutel reiße, könne das im schlimmsten Fall zur Dienstunfähigkeit führen, hieß es im Prozess.

Die Richter wollen nun erst einmal eine Spezialistin für plastische Chirurgie zu Rate ziehen. Grundsätzlich müsse nämlich jede Vorschrift offen für Ausnahmen sein. Das Urteil wird voraussichtlich erst in einigen Monaten gefällt.

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