Polizei löst Party in Hotel am Südwall auf - Gast leistet Widerstand

Illegale Corona-Feier

Mit lauter Musik und Alkohol haben neun Menschen am Wochenende eine Party in einem Hotelzimmer am Südwall gefeiert - trotz Corona-Pandemie. Als die Dortmunder Polizei eintraf, gab es Ärger.

Dortmund

22.02.2021, 16:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine mutmaßliche Party hat die Polizei Dortmund in der Nacht zu Sonntag (21.2.) in einem Hotel am Südwall aufgelöst. In einer Mitteilung heißt es, dass neun Gäste mit lauter Musik und reichlich Alkohol feierten und jegliche Regeln der bestehenden Corona-Schutzverordnung missachteten. Der Mieter des Zimmers habe dann auch noch massiven Widerstand geleistet.

Gegen 2.15 Uhr seien die alarmierten Beamten zu der gemeldeten Ruhestörung im Limehome am Südwall gefahren. In einem Hotelzimmer habe lautstark Musik gespielt. Im Zimmer selbst seien die Beamten dann auf neun Menschen getroffen, die offensichtlich ohne Mund-Nasen-Bedeckung und ohne Wahrung der Abstandsregeln gemeinsam feierten.

Zimmer-Mieter zeigt sich uneinsichtig

Der Mieter des Zimmers, ein 30-jähriger Dortmunder, habe sich umgehend aggressiv verhalten und die Beamten aufgefordert, das Zimmer zu verlassen. Daraufhin forderten die Polizisten den Dortmunder auf, sich auszuweisen, heißt es. Dieser Aufforderung sei er jedoch nicht nachgekommen, ebenso wenig der Bitte, im Zimmer zu verbleiben.

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Laut Polizei habe der Mann die Einsatzkräfte bedroht und eine Beamtin geschubst. Als der Dortmunder in Gewahrsam genommen werden sollte, sei zudem eine Rangelei entstanden.

Weitere Einsatzkräfte seien zur Unterstützung angerückt. Diese drohten an, ein Distanzelektroimpulsgerät - kurz Taser - einzusetzen, wodurch sich die Situation am Ende beruhigen ließ. Der Dortmunder habe sich im Anschluss widerstandslos festnehmen lassen.

30-Jähriger unter Einfluss mehrerer Drogen

Alle an dem Einsatz beteiligten Personen seien unverletzt geblieben. Der 30-jährige Dortmunder sei scheinbar alkoholisiert gewesen und habe unter dem Einfluss weiterer Betäubungsmittel gestanden – er musste die restliche Nacht in Polizeigewahrsam verbringen, heißt es.

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Den 30-Jährigen erwarte neben einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung auch ein Strafverfahren wegen des Widerstands und des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie Nötigung. Die weiteren Partygäste erhielten laut Polizei Platzverweise und Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Auch Hotel muss mit Strafverfahren rechnen

Doch nicht nur die Partygäste, sondern auch das Limehome muss mit einem Verfahren wegen des Verstoßes gegen das momentan geltende Beherbergungsverbot rechnen. Denn: Touristische Übernachtungen in Hotels sind bis mindestens 7. März nicht erlaubt.

Da der Mieter des Hotels aus Dortmund komme, bestehe der Verdacht, dass genau gegen diese geltende Regelung verstoßen wurde.

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