Polizei platziert Kameras in Häusern am Borsigplatz

Vor möglichem BVB-Autokorso

Sollte der BVB das Pokalfinale am 27. Mai gewinnen, findet tags darauf eine große Siegesfeier in Dortmund statt. Mit großem Autokorso um den Borsigplatz. Die Polizei Dortmund bereitet sich darauf längst vor: Sie hat sich auf Dachböden von Mehrfamilienhäusern am Borsigplatz einquartiert und Überwachungskameras aufgestellt.

DORTMUND

, 20.05.2017, 10:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei platziert Kameras in Häusern am Borsigplatz

So feierten die BVB-Fans nach dem Double 2012 am Borsigplatz.

Bei der letzten großen BVB-Feier am Borsigplatz 2012 (nach dem Gewinn von Meisterschaft und Pokal) feierten rund 250.000 Fans mit. Bei einem Sieg am Samstag im Pokalfinale gegen Eintracht Frankfurt (27. Mai) dürften es am Sonntag (28. Mai) kaum weniger sein.

Polizei platziert Kameras auf Dachböden - und tauscht Schlösser aus

Auf eine solche riesige Party bereitet sich die Polizei Dortmund vor: Sie hat auf Dachböden von Mehrfamilienhäusern am Borsigplatz bereits seit Montag (15. Mai) Überwachungskameras aufgebaut, die das Geschehen am Borsigplatz festhalten und dabei helfen sollen, Straftaten zu ahnden. Das berichtet die Rheinische Post. Demnach können die Bewohner der betroffenen Häuser die Dachböden seither und bis zum 29. Mai nicht nutzen - vorübergehend wurden die Schlösser ausgetauscht.

Die Polizei hatte die Vermieter der Häuser um Hilfe gebeten. Diese, unter anderem der Spar- und Bauverein Dortmund, informierten ihre Mieter schriftlich darüber, dass die Polizei Kameras auf den Dachböden aufstellt. 

Die Polizei Dortmund sagte gegenüber der Rheinischen Post, Überwachungskameras seien bereits bei früheren Anlässen genutzt worden. Zitiert wird Polizeisprecher Kim Ben Freigang: "Die Installation der Kameras dient der Gefahrenabwehr und hält den rechtlichen Rahmen ein."

Anschlag auf BVB-Mannschaftsbus spielt eine Rolle

Laut Polizeigesetz (§ 15a) können Überwachungskameras an Orten aufgestellt werden, an denen es in der Vergangenheit zu Straftaten kam. Bei der Feier 2012 wurden am Borsigplatz Bengalos abgebrannt. 

 

In eigener Sache: In der ursprünglichen Version stand am Ende des Artikels ein aus der Rheinischen Post übernommenes Zitat von Polizeisprecher Kim Ben Freigang. Es legt nahe, dass die frühzeitige Videoüberwachung auch aufgrund der Erfahrungen aus dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus am 12. April erfolge. Das Zitat haben wir entfernt, da der Polizeisprecher am Montagmorgen (22. 5.) sagte, diese Aussage habe er nicht getroffen.

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