Polizei räumte besetzten Hörsaal

TU Dortmund

DORTMUND Für die Hörsaal-Besetzer an der Technischen Universität (TU) lief am Montagbend die Zeit ab: Um 18.55 Uhr rückte eine Hundertschaft der Polizei an und räumte den besetzten Hörsaal 3 – gerufen von TU-Rektorin Prof. Ursula Gather, die von ihrem Hausrecht Gebrauch machte.

von Von Sybille Warnking und Inga Tawadrous

, 30.11.2009 / Lesedauer: 2 min
Polizei räumte besetzten Hörsaal

Die Polizei trug die Studenten aus dem Hörsaal.

Um ca. 19:45 Uhr waren alle Studenten aus dem Hörsaal getragen worden. "Der Einsatz verlief ohne weitere Zwischenfälle und friedlich", machte Polizeisprecher Peter Schulz deutlich. Die Personalien der Studierenden wurden aufgenommen. Gegen sie wird nun Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt. 

Zuvor hatten die Besetzer mehrere Angebote des Rektorats abgelehnt.  Montagmorgen um 8 Uhr sollten sie den Hörsaal  freiwillig geräumt haben, lautete das Ultimatum. Als die streikenden Studenten dieser Aufforderung nicht nachkamen, machte die TU-Leitung ihnen am Vormittag ein weiteres Angebot. Die Studierenden seien eingeladen, an der mittlerweile vereinbarten Überarbeitung der Studienreform mitzuarbeiten und sich in die entsprechenden Gremien der Fachschaften einzubringen.

Bis 13.45 Uhr sollten sich die Blockierer entscheiden. Sie nahmen aber trotz Angst vor der Räumung das Angebot nicht an. Mit dem Ergebnis, das sie aus dem Hörsaal getragen wurden. Rektorin Ursula Gather bedauerte, dass sie letztendlich doch zum Mittel der polizeilichen Räumung greifen musste: "Aus Rücksicht auf die große Mehrheit der Studierenden, die ihre Veranstaltungen in dem Hörsaal wahrnehmen wollen, mussten wir diese illegale Besetzung, von der sich sebst der AStA distanziert, beenden." 

Die Besetzer hingegen kritisieren, dass ihnen für den Hörsaal mehrfach eine Duldung zugesichert wurde. "Die Räumung der Hörsaals weckt bei uns Unverständnis und Bestürzung", machte ein Sprecher der Besetzer deutlich.   "Sie reiht sich ein in eine Serie von inkosequenten Handlungen des Rektorats, begonnen mit halbherzigen Zugeständnissen der Rektorin der vergangenen Wochen bis hin zu einer offenbar nicht vorhandenen Verhandlungsbereitschaft trotz mehrerer konkreter Angebote." Trotz Räumung wollen die Besetzer den Protest aufrecht erhalten.    

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