Polizei stoppt illegales Autorennen auf dem Wall – 23-Jähriger gefesselt

Illegales Autorennen

Mit 100 km/h über den Wall: Ein BMW-Fahrer und eine Mercedes-Fahrerin haben sich ein riskantes Rennen geliefert. Die Frau entkam, der 23-Jährige musste von der Polizei gefesselt werden.

Dortmund

04.03.2020, 13:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizei stoppt illegales Autorennen auf dem Wall – 23-Jähriger gefesselt

© Archiv/Oliver Schaper

Zivile Polizisten haben am Dienstagabend (3.3.) den Verkehr auf dem Wall in Dortmund überwacht. Das Ziel: die Bekämpfung illegaler Auto- und Beschleunigungsrennen. Lange mussten sie nicht warten, bis ihnen gegen 23.30 Uhr zwei Autos auffielen – diese lieferten sich scheinbar ein Rennen.

Auffällig war vor allem, dass sowohl der BMW-Fahrer als auch die Fahrerin eines Mercedes die Motoren laut aufheulen ließen, nach roten Ampelphasen auf das Maximale beschleunigten und parallel nebeneinander wie bei einem Rennen und mit riskanten Überholmanövern fuhren.

Zusätzlich waren beide Fahrer viel zu schnell, fuhren mit mehr als 100 km/h anstelle der zugelassenen 50 km/h und zwischenzeitlich bremsten sie stark ab.

Für den BMW-Fahrer endete die Fahrt, nachdem er einmal rund um den Wall gedüst war. Den stationären Blitzern entging er dadurch, dass er seinen Wagen extrem herunterbremste. Während die Mercedes-Fahrerin der Kontrolle entkam, winkten die zivilen Beamten den Mann schließlich an den Fahrbahnrand des Südwalls.

23-Jähriger muss fixiert werden

Doch damit war der 23-jährige Bochumer überhaupt nicht einverstanden: Bei seiner und der Durchsuchung des Autos leistete er heftigen Widerstand. Da der Mann immer aggressiver wurde, fixierten ihn die Polizisten und legten ihm Handfesseln an. Daraufhin fing der 23-Jährige an, die Beamten auf übelste Art und Weise zu beleidigen - zudem warf er ihnen "Rassismus" aufgrund seines südländischen Aussehens vor.

Als der Bochumer sich beruhigt hatte, lösten die Beamten die Handfesseln wieder und versuchten ihm sein Fehlverhalten in Ruhe zu erklären. Doch der 23-Jährige ließ seinem Ärger erneut Luft, fühlte sich ungerecht behandelt und beschädigte daraufhin den Außenspiegel des BMWs.

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Das Problem: Das Auto war gar nicht auf den Bochumer zugelassen – nun steht der Verdacht auf Sachbeschädigung im Raum. Hinzu kommen Ermittlungen wegen des Verdachts des illegalen Autorennens, Widerstand und Beleidigungen gegenüber Polizeibeamten. Ende vom Lied: Das Auto, das Handy des Mannes und sein Führerschein wurden beschlagnahmt. Ein Bericht der Polizei geht zudem ans Straßenverkehrsamt.

Abgeklebte Rücklichter

Als die Polizisten das Auto kontrollierten, stellten sie fest, dass das Auto gar nicht mehr hätte fahren dürfen - die Rücklichter waren mit einer Verdunklungsfolie abgeklebt. Auch wenn der Fahrer abstritt, darüber Bescheid zu wissen, gehen die Polizisten durch mehrere Widersprüche inzwischen davon aus, dass der Mann sehr wohl davon wusste.

Die Ermittlungen zur Fahrerin des weißen Mercedes dauern an. Auch sie erwartet eine Anzeige wegen des Verdachts des illegalen Autorennens.

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