Polizei versiegelt Müllfirma in Eving

Schadstoffe

Nächster Schritt im Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen, das beschuldigt wird, illegal giftigen Müll auf seinem Gelände in Dortmund-Eving zu lagern. Am Mittwoch hat die Polizei das Gelände versiegelt. Der Verdacht auf gelagerte Schadstoffe hat sich erhärtet.

EVING

von Von Karim Laouari

, 02.08.2012, 05:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dieser Glasschrott aus Leuchtstofflampen könnte mit Quecksilber belastet sein.

Dieser Glasschrott aus Leuchtstofflampen könnte mit Quecksilber belastet sein.

 Die Vorwürfe gegen den Unternehmer wiegen schwer: Tonnenweise soll er ohne die erforderlichen Genehmigungen Bauschutt und die quecksilberhaltigen Überreste von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen gelagert und entsorgt haben. Nachdem vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass der Unternehmer damit begonnen haben soll, die Schuttberge und damit Beweismittel in einem laufenden Strafverfahren, zu entsorgen, wurden die Behörden am Mittwoch erneut aktiv.Gemeinsam mit der Polizei verschafften sich Mitarbeiter der Unteren Umweltschutzbehörde und des Umweltamtes Zugang zum Gelände und nahmen den Müll in Augenschein. Meterhoch türmen sich dort die Berge aus Glas und Leuchtmitteln.

 Der Boden ist übersät mit kleinen Splittern, überall glänzen die Überreste von Glühbirnen und Leuchtstoffröhren. Dass der Abfall ordnungsgemäß von Schadstoffen gereinigt wurde, bezweifeln die Mitarbeiter der Umweltbehörden nach der Bestandsaufnahme.  „Das Glas kann nicht gewaschen worden sein, sonst wäre es nicht noch mit den Fassungen und metallischen Elementen vermischt“, sagt Petra Hille von der Unteren Umweltschutzbehörde in Hagen. Welche Gefahr von den belasteten Scherben ausgeht, kann Hille noch nicht sagen. „Das werden die Untersuchungsergebnisse zeigen.“ Ende dieser Woche soll Klarheit darüber herrschen, wie giftig der Abfall ist. 

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