Polizei zieht positive Bilanz nach BVB-Leipzig-Spiel

"Überwiegend friedlich"

Bei der letzten Begegnung der beiden Bundesliga-Vereine war es zu Protesten und Gewalt-Eskalationen gekommen: BVB-Fans griffen Leipzig-Fans an. Bei der Begegnung am Samstag sollte alles anders werden. Jetzt zieht die Polizei ihre Bilanz.

DORTMUND

15.10.2017, 13:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei zieht positive Bilanz nach BVB-Leipzig-Spiel

Wegen des Protestmarsches der BVB-Fans war die Hohe Straße für etwa eine halbe Stunde gesperrt.

"Durch eine klare Trennung der BVB Fans von den Anhängern des RB Leipzig ging das polizeiliche Konzept für die An- und Abreisephase wie geplant auf, zitiert die Polizei Einsatzleiter und Polizeidirektor Edzard Freyhoff in einer Pressemeldung. Obwohl es Unmut und Proteste vonseiten der BVB-Fans gab, sei die Begegnung auch auf der Straße friedlich verlaufen.

Zwischen den Fanlagern habe es "keinerlei Auseinandersetzung" gegeben, schreibt die Polizei, "auch die Mannschaftsbusse trafen jeweils sicher am Stadion ein". Den Protest-Fanmarsch der BVB-Fans wertete die Polizei als "Versammlung", leitete aber wegen der fehlenden Anmeldung ein Strafverfahren ein. Insgesamt zehn Straftaten habe es innerhalb des Marschweges gegeben, sechs wegen Vorfällen mit Pyrotechnik, zwei wegen Beleidigung gegen Polizeibeamte und eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Gesamtbilanz: über ein Dutzend Strafanzeigen

Die ganze Zeit über sei die Begegnung des BVB mit dem RB Leipzig "nach jetzigem Kenntnisstand" (heißt: Samstagabend gegen 22 Uhr) jedoch "überwiegend störungsfrei" geblieben. Die gesamte Bilanz: Sechs Strafanzeigen gaben Polizisten wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auf, eine wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Sechs weitere Strafanzeigen leiteten die Polizisten wegen Beleidigung ein, eines wegen des Verwendens "verfassungswidriger Kennzeichen". Eine Anzeige gab es wegen sexueller Belästigung. Nach dem Spiel kam es zu einer Sachbeschädigung und einer Körperverletzung.

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