An der B1 stehen unter anderem Fotos mit Polizisten. © Felix Guth
Warnung

Polizisten statt Politiker: Das steckt hinter den neuen Plakaten an der B1

Die Wahlplakate der Kanzlerkandidaten sind kaum weg, da stehen schon die nächsten auffälligen Plakate an Dortmunds meist befahrener Straße. Wir erklären, was der Zweck dahinter ist.

Bis vor wenigen Tagen blickten Autofahrer an der B1 noch in die Gesichter von Olaf Scholz und Christian Lindner. Jetzt sehen sie Feuerwehrmann André Dupont, Notfallseelsorger Hendrik Münz und andere Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr.

Auf drei großen Plakatwänden machen die Polizei und die Stadt Dortmund auf die Gefahren des Rasens und illegaler Straßenrennen aufmerksam. „Dortmund gegen Raser“ steht auf den Plakaten, die Menschen zeigen, die regelmäßig bei schweren Verkehrsunfällen in Dortmund im Einsatz sind.

Die Retterinnen und Retter beschreiben das, was sie in solchen Extremsituationen tun. „Ich sag’s Deinen Eltern!“, steht etwa neben dem Bild von Hendrik Münz. „Wir versuchen, Dein Leben zu retten!“ über dem von André Dupont mit einer Stahl-Zange in der Hand.

214 illegale Straßenrennen in drei Jahren

Der Polizei Dortmund sind in der Zeit von 2018 bis 2020 in ihrem Zuständigkeitsbereich 214 verbotene Kraftfahrzeugrennen bekannt geworden. Nach 62 Fällen 2018 und 52 im Jahr 2019, wuchs die Zahl 2020 auf insgesamt 100 Vergehen.

30 verletzte Personen gab es laut Polizeipräsident Gregor Lange in Folge solcher Rennen. „Es ist nur ein Glücksfall, dass es noch keinen Todesfall gab, der auf ein illegales Straßenrennen zurückgeht“, sagte Lange bei der Vorstellung der Plakatkampagne an der Kreuzung Voßkuhle / Semerteichstraße.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth