Poser-Szene: Heulende Motoren und zugemüllte Plätze in Dortmund

Schwerpunkteinsätze am Wochenende

Wallraser, Ruhestörungen und Vermüllung – Dortmund erlebte an mehreren Stellen im Stadtgebiet keine ruhigen Nächte. Fast 350 Autos wurden bei Aktionen gegen die Raser- und Poser-Szene kontrolliert.

Dortmund

25.07.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch an diesem Wochenende (23./24.7.) war die Polizei in Dortmund wieder gut beschäftigt mit Menschen, die sich nicht an die Regeln halten wollen.

Bei Schwerpunktkontrollen in den beiden Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag hagelte es erneut Bußgelder und Platzverweise für illegale Rennen, Lärmbelästigung durch heulende Motoren, für Ruhestörungen und Vermüllung.

Eine Zielgruppe war die Raser- und Autoposer-Szene. Die Polizei überwachte in den beiden Nächsten die bekannten Parkplätze, die von dieser Gruppe gern angesteuert werden. So hatten sich an einem Parkplatz an der Speestraße in der Nordstadt in der Nacht zu Samstag um 0.45 Uhr, aber auch in der Nacht zu Sonntag um Mitternacht rund zwei Dutzend Leute aus der Szene versammelt.

Mehr als 200 Fahrzeuge überprüft

Weil sie die Nachtruhe von Anwohnern störten, beendeten die Beamten in beiden Nächten den Lärm mit Platzverweisen.

Auch am Wall gab es wieder Kontrollen. In der Nacht zu Samstag sowie zu Sonntag überprüfte die Polizei insgesamt über 200 Fahrzeuge. Am Freitag waren es 81 Autos mit 110 Insassen. 15 wurden des Platzes verwiesen, zudem gab es 15 Verkehrsverstöße und vier Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

Doppelt so schnell wie erlaubt

Am Samstag mit 144 kontrollierten Fahrzeugen und 210 Personen fielen diese Zahlen noch höher aus: Es gab 30 Platzverweise. Die Polizei registrierte 54 Verkehrsverstöße und schrieb zehn Ordnungswidrigkeitsanzeigen.

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Auch Wallraser haben die Beamten mit ihrem Lasermessgerät überführt - insgesamt 19 Autofahrerinnen und Autofahrer waren schneller als die an der Stelle zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens erlaubten 30 km/h. Gleich zwei Autofahrer rasten mehr als doppelt so schnell: Eine 20-jährige Golffahrerin aus Sundern fuhr mit 64 km/h in die Geschwindigkeitskontrollen. Ein 30-jähriger Audifahrer aus Dortmund wurde mit 67 km/h gemessen. Beide erwartet nun ein Ordnungswidrigkeitenverfahren samt Fahrverbot und hohem Bußgeld.

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