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Premiere von „Im Irrgarten des Wissens“: Regisseur lässt Publikum nicht sitzen

rnSchauspiel Dortmund

„Im Irrgarten des Wissens“ heißt das neue Stück im Schauspielhaus. Am Samstag ist Premiere und es ist nicht vorgesehen, dass das Publikum auf seinen Stühlen sitzen bleibt.

von Rachel Patt

Dortmund

, 23.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Das gesamte Schauspielhaus wird zur Bühne. Überall passiert etwas. Das Publikum ist frei, sich zu bewegen und dabei das Stück an unterschiedlichen Orten zu erleben. Überall im Haus wird es Videoinstallationen geben und Texte. Und sogar der Außenbereich wird zur Bühne, während drinnen weitergespielt wird. Selbst, wenn die Sitze im Publikum gerade leer sind, weil alle woanders im Haus unterwegs sind.

„Das Stück taucht tief in die Materie des Lebens ein“, sagt der isländische Regisseur des Stücks Thorleifur Örn Arnasson. Er, Drehbuchautor Mikael Torfason und das Ensemble wollen bewirken, dass der Zuschauer es schafft, verschiedene Perspektiven einzunehmen und Verständnis für andere Sichtweisen zu haben. Deswegen findet beim Zuschauen ein aktiver Perspektivwechsel statt: „Wir laden die Zuschauer auf eine Reise ein“, verrät Thorleifur Arnasson.

Es geht um Trauer und um Trauma. Es wird politisch. Es wird persönlich. Jeder Schauspieler bringt für die Performance seine eigene Sichtweise auf die Dinge mit und seine persönliche Geschichte.

Greta Thunberg und Amazon als Thema

Das Stück vermischt Teile der Menschheitsgeschichte mit aktuellen Ereignissen. Themen wie die DDR, wie Amazon oder Greta Thunberg werden aufgegriffen und reflektiert. „Wir befinden uns in Zeiten eines politischen Umbruchs“, meint Regisseur Arnasson. „Ideen, die die Menschen längst erlebt haben, tauchen wieder auf. Mit „Irrgarten des Wissens“ will das Ensemble Geschichte in theatralischem Sinne nacherzählen. Auch die Frage von Geburt und Tod wird eine Rolle spielen - aus methaphorischer Sicht. Sie bildet unsere Erfahrung. Genauso, wie Erinnerungen. Jedoch ist immer die Frage, wer sich erinnert. „Was für den einen kritische Erlebnisse sind, ist für den anderen Nostalgie.“

Indem der Zuschauer in verschiedene Sichtweisen schlüpft, wird ihm die Möglichkeit gegeben, sein eigenes Weltbild zu überdenken und zu hinterfragen.

Es geht um kollektiven Austausch und darum, dabei einen Einblick „in die Welt des anderen“ zu gewinnen. Es geht nicht darum, sich starr auf einer Seite zu positionieren.

Gefährliche Gedanken in geschützem Raum

„Das Theater ist ein gesellschaftlicher Ort, wo über die Fragen des aktuellen Zeitgeschehens nachgedacht werden kann. Wo in geschütztem Raum die schönen und auch die gefährlichen Gedanken unserer Zeit verwandelt werden können“, so Arnasson.

In „Irrgarten des Wissens“ soll an gesellschaftliche Grundprinzipien erinnert werden, sie gemeinsam überdacht und erlebt werden. Es ist Zufall, dass die Uraufführung des Stücks am Abend vor der Europawahl im Schauspielhaus Dortmund performed wird. Dennoch ist es womöglich ein passender Zeitpunkt.

Termine, Karten & Infos

  • Premiere: 25. Mai 2019 um 18 Uhr
  • Wo: im Schaupielhaus am Hiltropwall
  • Preise: 12 Euro bis 33 Euro
  • Termine: 7. Juni 2019 um 18 Uhr, 8. Juni 2019 um 18 Uhr, 26. Juni 2019 um 19:30 Uhr, 27. Juni 2019 um 19.30 Uhr, 28. Juni 2019 um 18 Uhr, 6. Juli 2019 um 18 Uhr, 7. Juli 2019 um 18 Uhr



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