Primark-Mitarbeiter streiken vor Filiale in Dortmund

Thier-Galerie

Streik bei Primark: Die Gewerkschaft Verdi hat 250 Beschäftigte des Bekleidungsunternehmens zum Ausstand aufgerufen, und tatsächlich demonstrieren am Donnerstagmorgen Mitarbeiter vor der Thier-Galerie. Neben mehr Geld geht es den Mitarbeitern noch um andere Dinge.

DORTMUND

, 12.11.2015, 10:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Darum geht's:

  • Tarifvertrag: Verdi fordert von Primark die Anerkennung der jeweils regional gültigen Flächentarifverträge des Einzelhandels.
  • Arbeitsbelastung: Die Arbeitsbelastung bei Primark steige täglich, teilt Verdi in einer Mitteilung an die Presse mit. Es sei nicht nachvollziehbar, dass trotz der hohen Belastungen weniger gezahlt werde.
  • Alterssicherung: Die Mitarbeiter sollen laut Verdi so bezahlt werden, dass sie gut davon leben können und auch vor Altersarmut geschützt sind.

"Weniger als bei den Mitbewerbern"

Die nächsten bundesweiten Tarifverhandlungen finden am 13. November in Hannover statt. Schon heute wollen die Mitarbeiter mit ihrer Aktion Druck aufbauen. Primark habe laut Verdi zwar angeboten, einen Haustarifvertrag anzubieten. Dieser liege aber in seinen Bedingungen unter denen des Flächentarifvertrags des Einzelhandels.

"Primark ist ein stark expandierendes Unternehmen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass den Beschäftigten trotz sehr hoher Belastungen weniger gezahlt wird als den Beschäftigten bei den Mitbewerbern." Es existiere ein großer Abstand zu den angestrebten tariflichen Regelungen.

So reagiert Primark:

Primark ist am Donnerstag trotz des Warnstreiks geöffnet. Nach Angaben einer Mitarbeiterin halten nicht streikende Beschäftigte, Vertreter des Managements sowie Beschäftigte aus der Filiale in Gelsenkirchen den Betrieb aufrecht. Dort gibt es – anders als in Dortmund – keinen Betriebsrat.

Die Forderungen von Verdi „werde ich nicht kommentieren“, sagte auf Anfrage der Mitarbeiter einer PR-Agentur, die für Primark die Pressekommunikation übernimmt. Er verwies auf die Verhandlungen am Freitag (13. November). 

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