Prostituierte aus Fenster gestoßen - Prozess

Brutales Verbrechen

Minutenlang versteckte der junge Mann sein Gesicht am Freitag hinter seinen Armen und Händen. Der 25-Jährige soll für eines der brutalsten Verbrechen des vergangenen Jahres verantwortlich sein: Eine Prostituierte soll er erst niedergestochen und dann aus dem Fenster geworfen haben.

DORTMUND

von Von Martin von Braunschweig

, 10.02.2012, 19:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Gehweg war am Tatort mit Flatterband der Polizei abgesperrt.

Der Gehweg war am Tatort mit Flatterband der Polizei abgesperrt.

 Tatsächlich war die junge Frau mehr tot als lebendig, als sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Bei dem Sturz hatte sie sich zahlreiche Knochenbrüche zugezogen – unter anderem Trümmerbrüche am Handgelenk und am Becken. Sie wird nie wieder richtig laufen können.Noch gravierender waren aber die inneren Verletzungen durch die Messerstiche. Die Ärzte mussten bei einer Operation 95 Prozent ihres Dünndarms entfernen. Staatsanwalt Heiko Artkämper sagte gestern: „Sie wird zeit ihres Lebens auf künstliche Ernährung angewiesen sein.“

 Im Prozess wird die junge Frau erst am 1. März aussagen – unmittelbar nachdem Christopher P. den Richtern seine Sicht der Dinge geschildert haben wird. Für den 25-Jährigen steht in dem Prozess eine Menge auf dem Spiel. Er war erst kurz vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden. Dort hatte er eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt, weil er seiner damaligen Freundin fast die Kehle durchgeschnitten hatte. Richter Wolfgang Meyer sagte gestern: „Es geht jetzt auch um die Sicherungsverwahrung.“

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