Das Ambiente im FZW stößt einem der Verteidiger sauer auf.. © Martin von Braunschweig
Antisemitismus-Vorwurf

Prozess im FZW Dortmund: Angeklagter Neonazi hat es jetzt leichter

Zehn Neonazis vor Gericht, beziehungsweise im FZW in Dortmund – der spektakuläre Prozess ist weitergegangen. Einer der Neonazis hat es jetzt leichter. Ein Anwalt fühlt sich aber nicht wohl.

Die Festnahme eines der Angeklagten vor einer Woche hatte zunächst für einiges Kopfzerbrechen gesorgt. Immerhin sah es so aus, als müsse der 24-Jährige fortan in jeder Verhandlungspause in der Veranstaltungshalle bewacht werden und zur Mittagszeit auch ein Essen bekommen.

Doch schon nach dem ersten Verhandlungstag unter den neuen Vorzeichen zeichnet sich wieder Entspannung ab. Möglicherweise kann der Angeklagte nämlich seine Ersatzfreiheitsstrafe – er weigert sich seit vielen Monaten, eine Geldstrafe zu zahlen – schon bald im sogenannten offenen Vollzug verbüßen.

Kein „ordentlicher Gerichtssaal“, sondern ein „Darkroom“

Das würde bedeuten, dass der 24-Jährige nur zum Übernachten ins Gefängnis muss und den Rest des Tages „draußen“ verbringen darf. Dann hätte er die Möglichkeit, an jedem Verhandlungstag selbstständig zum FZW zu kommen – so, wie er es auch schon vor seiner Festnahme getan hatte.

Unterdessen hat einer der Verteidiger seine Kritik an dem Verhandlungsort Freizeitzentrum West bekräftigt. Nachdem die Richter einen ersten Antrag auf Verlegung der Verhandlung in einen „ordentlichen Gerichtssaal“ abgewiesen hatten, wies der Rechtsanwalt erneut darauf hin, dass er sich im dunklen FZW wie in einem „Darkroom“ fühle und er dieses Ambiente für unwürdig erachte.

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