Prozess um Tod von Dirk W. zieht sich in die Länge

Mord am Clarenberg

Der Prozess um den sogenannten „Weihnachtsmord von Hörde“ wird das Schwurgericht länger beschäftigen als geplant. Der Vorsitzende Richter Ulf Pennig hat alle Beteiligten am Montag gebeten, ihre Terminkalender zu Rate zu ziehen und ihm freie Tage „bis Ende des Jahres“ zu nennen. Grund dafür ist das Alter des Angeklagten.

HÖRDE

31.08.2015, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
In diesem Wohnkomplex im Clarenberg ereignete sich die Tat.

In diesem Wohnkomplex im Clarenberg ereignete sich die Tat.

Vor allem die Frage nach dem Alter des Angeklagten dürfte noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wie berichtet geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Asylbewerber zum Zeitpunkt der Tat bereits über 21 Jahre alt war' tag=' und daher unter das Erwachsenen-Strafrecht fallen würde. Der Angeklagte selbst gibt sein Alter dagegen mit 19 Jahren an. Damit könnte er noch wie ein Jugendlicher bestraft werden.

Dass er Kontakt mit dem am ersten Weihnachtstag tot in seiner Wohnung aufgefundenen Dirk W. hatte, wird unter anderem durch einen Fingerabdruck belegt. Auf einer Zeitschrift im Wohnzimmer konnte die Polizei damals eine Spur sichern, die zweifelsfrei von dem Angeklagten verursacht worden war. Das hat ein Gutachten des Landeskriminalamts ergeben.

Die Anklage geht davon aus, dass Dirk W. den jungen Mann am Heiligabend kennenlernte und mit zu sich nach Hause nahm. Zuvor hatte W. in einer Kneipe in der Innenstadt gefeiert. Offenbar zählte er dort zu den Stammgästen. Am nächsten Morgen wurde er dann von seinen Eltern vermisst. Die Mutter ging nachsehen und machte die schreckliche Entdeckung.

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