Prüfantrag für Kreisverkehr landet nach zwei Jahren wieder in der Warteschleife

rnKeuzung Franziskanerstraße

Seit 2016 gibt es den Antrag der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost zur Verkehrssituation vor der Franziskanerkirche. Die Politiker wünschen sich dort einen Kreisverkehr. Passiert ist nichts.

Kaiserstraßenviertel

, 28.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Kreuzung von Franziskanerstraße, Von-der-Goltz-Straße, Robert-Koch-Straße und Robert-Koch-Platz an der Franziskanerkirche ist viel befahren. Sie ist weitläufig, verzweigt und unübersichtlich, was sie für Verkehrsteilnehmer gefährlich macht. Joachim Werner Hoefer und Tobias Klein-Endebrock von der Fraktion FDP/KE in der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost wünschen sich eine Entschärfung.

Die Idee ist nicht neu. Sie kam bereits 2015 bei einer Ideenwerkstatt im Kaiserstraßenviertel auf und wurde von der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-Ost aufgegriffen. Im November 2016 hatte die BV eine Prüfung der Situation veranlasst. Doch der Antrag ist offenbar untergegangen. Jetzt hakten Hoefer und Klein-Endebrock nach.

„Für Fahrradfahrer ist es da desaströs“, sagt Hoefer. „Das ist ein reines Glücksspiel, dort nicht erwischt zu werden.“ Die Autos kämen mit hohem Tempo um die Ecke.

Horst Wesnigk, Seniorenbeirat des Stadtbezirks, teilt die Sorge. „Die meisten Radfahrer weichen aus Angst auf den Bürgersteig aus“, sagt er. Das ist ein Problem für Fußgänger, besonders für die Schüler der Berswordt-Grundschule und ältere Menschen.

Kreisverkehr scheint vielen sinnvoll

Die BV hatte sich 2016 mit der komplizierten Kreuzung beschäftigt. „In diesem Bereich sind die bisherigen Regeln durch Ampeln bestimmt. Für Radfahrer bestehen Unsicherheiten, wie zum Beispiel von der Prinz-Friedrich-Karl-Straße auf die Robert-Koch-Straße eingefahren werden soll“, heißt es in dem Antrag von SPD und Bündnis 90/Grünen. Die allgemeine Regelungen für Radfahrer würden insbesondere von Autofahrern nicht wahrgenommen oder beachtet.

Die BV beschloss damals mehrheitlich, die Verwaltung möge prüfen, wie die Verkehrsführung verändert werden kann und ob ein Kreisverkehr als Lösung in Betracht kommt. Zudem wollten die Bezirkspolitiker wissen, wie viel eine solche Regelung kosten würde und ob es für den Bereich andere Möglichkeiten der Verkehrssicherung gibt.

Grundsätzlich machbar - aber auf der Warteliste

Zweieinhalb Jahre später gibt es nun eine Antwort von der Verwaltung - allerdings erst auf intensive Nachfrage hin: „Ein Kreisverkehr ist grundsätzlich machbar, allerdings nur unter Inanspruchnahme eines Fremdgrundstückes“, heißt es. Und darauf folgt die schlechte Nachricht: „Aufgrund anderer Prioritäten befindet sich das Projekt nach wie vor auf der Warteliste und ist zunächst nicht weiter verfolgt worden.“

Die Fraktionsvorsitzenden von FDP/KE hätten sich eine etwas zügigere Reaktion gewünscht. „Warum macht man überhaupt einen Prüfantrag, wenn dann nichts passiert“, sagt Tobias Klein-Endebrock.

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