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Rad-Fachgeschäft im Aplerbecker Ortskern feiert 20-jähriges Bestehen

rnRadsport Gerhardy

Inhabergeführte Betriebe haben es heute nicht mehr so leicht wie noch vor 20 Jahren. Klaus Gerhardy kann ein Lied davon singen. Und erzählen, wie sich das Fahrradgeschäft verändert hat.

Aplerbeck

, 27.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Alle zehn Jahre ist es soweit. Dann packt Klaus Gerhardy seine Sachen zusammen und zieht um. Nicht etwa privat, sondern geschäftlich. Gut, wenn es ein Geschäft seit 20 Jahren gibt, sind es noch nicht allzu viele Umzüge. Doch der zweite ging in diesem Jahr über die Bühne.

Mit Sack und Pack ging es von der Köln-Berliner-Straße 35 einmal quer über die Straße zur Hausnummer 34. Hier, wo einmal das Spielwarengeschäft Bludau zuhause war, gibt es seit dem 29. Oktober 2018 das Radhaus Gerhardy. Größer, schöner und mit dem gewohnten Service - und das alles pünktlich zum 20-jährigen Bestehen. Das wird am 4. und 5. Mai groß gefeiert an der Köln-Berliner-Straße 34. Mit Getränken, Kulinarischem und natürlich Angeboten für die Zweiräder, die auf Lager sind.

Heute fast ausschließlich E-Bikes

Fast ausschließlich E-Bikes stehen in dem großen Ladenlokal, das von der Köln-Berliner-Straße (Haupteingang) bis zur Rodenbergstraße (Parkplätze und zweiter Eingang) reicht. Dazu kommt ein umfangreiches Zubehör-Angebot und natürlich Zweiräder mit allem Drum und Dran für die kleinen Radfahrer.

Rad-Fachgeschäft im Aplerbecker Ortskern feiert 20-jähriges Bestehen

Der Kontakt zum Kunden ist Klaus Gerhardy sehr wichtig. © Jörg Bauerfeld

Als Klaus Gerhardy vor 20 Jahren die Idee hatte, sein Hobby, und wie er sagt, seine Berufung, zum Beruf zu machen, sah es noch ein wenig anders aus im Zweiradgeschäft. Angefangen hat alles auf der Schüruferstraße. Konopka hieß das inhabergeführte Zweiradgeschäft, das einen neuen Chef suchte. Der alte wollte aus Altersgründen nicht mehr. „Und da ich schon vorher in verschiedenen Läden immer mitgeholfen hatte an Fahrrädern zu schrauben, habe ich einfach zugegriffen“, sagt der 49-jährige Gerhardy.

Aus dem Hobby einen Beruf gemacht

Klaus Gerhardy hat eine technische Ausbildung bei der Bundeswehr absolviert, dann ein Studium an der Ruhr-Uni Bochum drangesetzt. Dann kam eben die Selbstständigkeit - mit 29 Jahren. „Bereut habe ich das nicht“, sagt Gerhardy, der erst mit einem Helfer den Fahrradladen in Gang hielt. „Damals gab es vielleicht ein E-Rad und sonst nur normale Fahrräder“, sagt Gerhardy. 1999 war das, und das Geschäft wurde in Radhaus Schüren umbenannt. Zehn Jahre später, als der Umzug in den Aplerbecker Ortskern erfolgte, gab es dann auch den heutigen Namen, Radsport Gerhardy.

Rad-Fachgeschäft im Aplerbecker Ortskern feiert 20-jähriges Bestehen

Ein Blick in die neuen Geschäftsräume. Das Angebot an Markenrädern und Zubehör ist groß. © Jörg Bauerfeld

Die Nummer mit den E-Bikes ging vor rund 15 Jahren los. Nicht vergleichbar mit den heutigen, „aber so richtig ging der Trend vor fünf Jahren los“, sagt Gerhardy.

Der ist stolz auf sein Team und auf seine vielen Stammkunden, die immer wieder in den Laden in Aplerbeck kommen. Drei Angestellte und drei Azubis beschäftigt Klaus Gerhardy zurzeit. Er ist Vorsitzender der Aplerbecker Werbegemeinschaft und Innungsmeister. Die Nähe zum Kunden, die Beratung und der zuverlässige Service sind sicher ein Pfund im heutigen Geschäftsleben. Online gibt es bei Radsport Gerhardy nichts zu holen. Was die Fahrräder angeht, wird sich das wohl auch in naher Zukunft nicht ändern. Beim Zubehör kann sich der Radfachmann das aber durchaus vorstellen.

Auf die Frage, ob er sich heute auch noch einmal selbstständig machen würde, gibt Klaus Gerhardy eine erstaunliche Antwort. „Unter den heutigen Voraussetzungen vermutlich nicht“, sagt der 49-Jährige. Man habe kaum noch Zeit, sich auf das Kerngeschäft, den Verkauf, zu konzentrieren. Zu viel Papierkram sei es geworden. Aber jetzt wird am 4. und 5. Mai erst einmal gefeiert.

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