Radschnellweg-Pläne stehen vor dem Aus

Auch OB Sierau dagegen

Der Regionalverband Ruhr (RVR) kann seine Pläne für einen Radschnellweg Ruhr wohl einmotten. Denn aus der größten Stadt des Ruhrgebiets kommt Widerstand für die 100 Kilometer lange Rad-"Autobahn" quer durchs Revier. Nach CDU und SPD erteilte nun auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau dem Projekt eine Absage - wegen der absehbaren Kosten.

von Von Oliver Volmerich

, 24.04.2012, 15:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Radschnellweg-Pläne stehen vor dem Aus

Freie Fahrt für Radler durchs Revier - angesichts der Kosten findet das in der Politik wenig Anklang.

Der schließt sich nun auch Sierau an. Ein derart hoher Betrag für einen Radschnellweg sei derzeit nicht vermittelbar, urteilt der Oberbürgermeister - auch mit Hinweise auf den Investionsbedarf für den innerstädtischen Radverkehr. Letztlich stelle sich die Fragen nach der Kosten-Nutzen-Relation. "Im Vergleich mit anderen Maßnahmen kann ich mir für 37 Millionen Euro einen höheren Effekt vorstellen", sagte Sierau. Noch unklar ist, was der Dortmunder Widerstand für die geplante Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg bedeutet, für die der RVR bereits Fördermittel des Bundes beantragt hat. Man werde sich nun mit den anderen Kommunen austauschen, deutete Sierau an. Er hält es nicht für ausgeschlossen, dass die Verbandsversammlung des RVR im Juni den alten Beschluss zurückholt und der Antrag für die Machbarkeitsstudie zurückgezogen wird.

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