Radschnellweg soll mitten durchs Kreuzviertel führen

Neue Route für Dortmund vorgestellt

Es ist ein Mammut-Projekt, das den Radverkehr der Stadt revolutionieren könnte: 29,5 Millionen Euro sollen bis 2020 in das Dortmunder Teilstück des neuen Radschnellwegs Ruhr gesteckt werden. Am Freitag wurde die voraussichtliche Streckenführung vorgestellt. Das Herzstück der neuen Route soll mitten durch das Kreuzviertel führen. Dort droht Ärger.

DORTMUND/ESSEN

, 05.09.2014, 10:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Radschnellweg soll mitten durchs Kreuzviertel führen

Bis 2020 soll ein eigener Ruhrschnellweg für Radfahrer entstehen - auch hier entlang der Schnettkerbrücke.

 auf einer größeren Karte anzeigen Entlang des Großmarkts führt der Radweg über ein stillgelegtes Gleis entlang der S-Bahn-Strecke. Allein für diesen zentralen Abschnitt wird wegen der nötigen Brückenbauten mit Kosten von rund 10 Millionen Euro gerechnet.

Die Kunst für die Planer wird nun sein, die Dortmunder Politik vom Sinn des Radschnellwegs zu überzeugen. Vor allem von SPD und CDU, aber auch von Oberbürgermeister Ullrich Sierau, waren die bisherigen Planungen mit Blick auf die Kosten mit viel Skepsis aufgenommen worden. Am 12. September wird die Machbarkeitsstudie in Dortmund Vertretern von Verbänden und Politik vorgestellt. Die Strecke mitten durch das eng besiedelte Kreuzviertel birgt reichlich Konfliktpotenzial. Durch die Streckenführung könnten einige der begehrten Parkplätze wegfallen.

Die Route allein durch Dortmund, wie sie die Machbarkeitsstudie vorschlägt, würde Baukosten von 29,5 Millionen Euro verursachen. Kostentreiber wären dabei die beiden Fahrradbrücken, die den Radschnellweg über die Haupteinfallstraßen Hohe Straße und Ruhrallee führen sollen. Das zentrale Stück der Route durch die Innenstadt wird mit 10 Millionen Euro veranschlagt.

Die Studie wurde vom Regionalverband Ruhr (RVR) in Auftrag gegeben. Die schnelle Radverbindung soll über knapp 100 Kilometer von Duisburg bis Hamm quer durchs Ruhrgebiet führen. Die Kosten werden mit 183,7 Millionen Euro beziffert. Während die Strecke im Westen zum großen Teil über ausgediente Bahnstrecken geführt werden kann, wird es im Osten - vor allem im Stadtgebiet Dortmund -komplizierter und teurer. Hier hatte es schon im Vorfeld der Studie politischen Streit über Kosten und Nutzen des Radschnellwegs gegeben. Realisiert werden soll das Projekt bis 2020 - wenn sich denn die Finanzierung sicherstellen lässt und alle Städte mitspielen.

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