Gute Nachricht für Radfahrer: Wege entlang des Kirchderner Grabens sollen geöffnet werden

rnMehr Radwege

Der Kirchderner Graben weist an seinen Ufern etliche Wirtschaftswege auf, die jedoch zumeist für die Öffentlichkeit geschlossen sind. Das könnte sich ändern, der Freizeitwert würde steigen.

Kirchderne

, 11.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es soll künftig mehr Fuß- und Radwege entlang des Kirchderner Grabens geben. Das zumindest hatte die Bezirksvertretung Scharnhorst auf CDU-Antrag im November 2019 gefordert.

„Angesichts der Belastung unserer Umwelt“, so hatte es in dem CDU-Antrag geheißen, „sollte den Nutzern nichtmotorisierter Bewegungsmittel das Leben so einfach wie möglich gemacht werden.“ Neben den Radwegen, die auf das Dortmunder Stadtzentrum ausgerichtet seien, benötigten die Dortmunder auch gut ausgebaute und sicher zu nutzende Fuß- und Radwege auf den „kurzen Wegen“ innerhalb der Stadtteile.

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Nun liegt der Bezirksvertretung eine ausführliche Stellungnahme des Lippeverbands vor. Die Nachricht: Der Verband befürwortet die Öffnung seiner Betriebswege entlang des renaturierten Gewässers, will aber auch Bereiche für die ungeschützte Entwicklung der Natur schaffen.

Im Einzelnen:

  • Vom Aschenputtelweg über den Kirchderner Graben und dann parallel im Wald auf Evinger Gebiet verlaufe bereits eine Wegeverbindung. Dort soll keine neue geschaffen werden. Der dortige Wirtschaftsweg sei auch stellenweise „sehr feucht bis nass“. Ein Befahren dieses Weges wäre insbesondere bei nassem Wetter nicht möglich und bei Frost sogar gefährlich.
  • Vom Wirtschaftsweg bis zur Walther-Kohlmann-Straße existiere ein Weg, der sehr zugewachsen sei. Es bedürfe eines erheblichen Aufwands, um ihn wieder fit zu machen. Als Ersatz dazu soll der Wirtschaftsweg geöffnet werden. Wichtig daran ist vor allem die Unterquerung der Walther Kohlmann-Straße, denn damit besteht künftig eine Radwegeverbindung zwischen den Stadtbezirken Eving und Scharnhorst.
  • Der Abschnitt von der Walther-Kohlmann-Straße bis zum Grüggelsort soll geöffnet werden.

Blick von der Walther-Kohlmann-Straße Richtung Kirchderne: Auch dieser Abschnitt soll freigegeben werden

Blick von der Walther-Kohlmann-Straße Richtung Kirchderne: Auch dieser Abschnitt soll freigegeben werden. © Andreas Schröter

  • Zwischen Grüggelsort und Derner Straße besitzt der Lippeverband keinen durchgehenden Betriebsweg. Eine Öffnung sei daher nicht möglich. Karl-Heinz-Kibowski vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) regt an, die Eigentümer der Fläche zu fragen, ob sie mit einer Öffnung einverstanden seien.

Weil der Lippeverband hier keinen durchgehenden Betriebsweg besitzt, kann das Teilstück zwischen Grüggelsort und Derner Straße nicht freigegeben werden

Weil der Lippeverband hier keinen durchgehenden Betriebsweg besitzt, kann das Teilstück zwischen Grüggelsort und Derner Straße nicht freigegeben werden. © Andreas Schröter

  • Zwischen der Derner Straße und Im Karrenberg hält der Lippeverband keinen weiteren Weg für nötig. Es gebe dort bereits Wege – zum Beispiel über die Sackgasse In der Teufe. Diesen Weg hält Kibowski aber für so schmal, dass er nicht von Radfahrern genutzt werden könne. Im Übrigen sei gerade dieser Bereich am nahen Bachbett sehr schön.
  • Auf dem Abschnitt zwischen Im Karrenberg und Schmemannsweg (Dörnenstraße) werde es auf der linken Seite des Kirchderner Grabens keinen durchgehenden Betriebsweg geben, weil der Rademacher Graben keine Brücke habe. Sofern eine Einigung mit dem Privateigentümer erfolge, könne auf der rechten Seite der Betriebsweg geöffnet werden.

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