Ein Corona-Opfer? Rätselraten um Kult-Pommesbude im Dortmunder Westen

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Viele Stammgäste sorgen sich in der Corona-Krise um „ihre“ Futterluke. Bereits seit Ende März ist die Kult-Pommesbude geschlossen. Die Anteilnahme ist groß.

Lütgendortmund

, 09.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst eine monatelange Großbaustelle vor der Haustür, jetzt das Coronavirus: Doppelt gebeutelt ist der Betreiber der „Futterluke“ am Lütgendortmunder Hellweg. Seit dem 22. März 2020 ist die Lütgendortmunder Kult-Pommesbude geschlossen.

Einige Gäste befürchten, dass sie dauerhaft auf ihre Lieblings-Currywurst und -Frikadellen verzichten müssen. Auf Anfrage dieser Redaktion wollte sich Inhaber Andreas Neumann am Mittwoch (3.6.) nicht zu den Vermutungen äußern.

Ein Schild im Fenster der Futterluke informiert über die Schließung auf unbestimmte Zeit.

Ein Schild im Fenster der Futterluke informiert über die Schließung auf unbestimmte Zeit. © Beate Dönnewald

Sein letzter Eintrag auf Facebook stammt vom 22. März 2020. In dem Post teilte er die vorläufige Schließung der „Futterluke“ mit. „Die Zukunft ist völlig unplanbar geworden und was wir auf keinen Fall wollen, ist ein Glied einer Infektionskette zu sein. Was wirtschaftlich daraus entsteht, ist ebenfalls völlig im Dunkeln“, schreibt Neumann. Die Gäste reagierten auf diesen Post mit 26 Kommentaren und 48 Emojis (Stand 8.6.).

„Können die amtlichen Auflagen nicht zu 100 Prozent erfüllen“

Auf Nachfrage eines Kunden, ob die Futterluke „überhaupt noch mal öffnet“, antwortet Andreas Neumann: „Wir können die geforderten amtlichen Auflagen nicht zu 100 Prozent erfüllen und warten deshalb erst weiter ab.“

Drei Tage zuvor, am 19. März, hatte er noch seinen Abhol-Service von 12 bis 18 Uhr beworben. Auf den Vorschlag eines Gastes, einen „Haustür-Verkauf“ anzubieten, gab es keine Antwort mehr. Die Facebook-Seite der Futterluke ist allerdings nicht aktualisiert. Am Montag (8.6.) jedenfalls ist dort noch der Hinweis „jetzt geöffnet, 12 bis 20 Uhr“ zu lesen.

Seit vergangenem Samstag (6.6.) wird die monatelange Schließung auch in der Facebook-Gruppe „Du bist ein echter Lütgendortmunder, wenn...“ intensiv diskutiert. Viele Gäste sind traurig, dass die Küche der „Futterluke“ schon so lange kalt ist und wünschen dem gesamten Team nur das Beste. „Die waren so gut“, schwärmt ein Gast. „Das ist alles so schrecklich“, bedauert eine Userin.

„Dann war es vielleicht der Gnadenstoß“

Andere hingegen befürchten Schlimmstes: „Dann war es vielleicht der Gnadenstoß für sie mit den Einschränkungen“, schreibt ein User. Die Anteilnahme ist groß: „Wäre schade, wenn sie nicht mehr öffnen, Corona hat viele in die Insolvenz gebracht.“ Manche versuchen Optimismus zu verbreiten. Sie schreiben zum Beispiel: „Warten wir es ab, vielleicht kriegen die es ja wieder hin.“ und „Wir haben jetzt mehr als 45 Jahre miteinander verbracht, da gehen noch mal so viele.“

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Für eine erneute Anfrage zur aktuellen Facebook-Diskussion war Andreas Neumann am Montag (8.6.) bis Redaktionsschluss um 18 Uhr nicht erreichbar.

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