Räuber überfallen sieben Tankstellen in vier Wochen - Zufallsfrage wird ihnen zum Verhängnis

Prozess

In vier Wochen werden sieben Tankstellen überfallen – auch in Dortmund. Die Polizei fahndet mit Hochdruck. Am Ende führt eine Zufallsfrage zum Ziel.

Dortmund/Hagen

, 20.11.2019, 05:05 Uhr / Lesedauer: 1 min

Umgangssprachlich würde man wohl von einem „Schuss ins Blaue“ sprechen. Bei der Fahndung nach den Tankstellenräubern, die in Dortmund und Umgebung sieben Überfälle in vier Wochen verübt haben, führte die Polizei am Ende eine Zufallsfrage ans Ziel. Das ist am Dienstag im Prozess am Hagener Landgericht bekannt geworden.

Es war ein Polizist, der einen der nun Angeklagten in einer ganz anderen Sache vernommen hatte und schließlich einen entscheidenden Hinweis bekommen hatte. „Der Zeuge war schon aufgestanden, als ich ihn einfach mal nach den Tankstellen gefragt habe“, sagte der Beamte den Richtern. Zu seiner großen Überraschung lautete die Antwort so: „Ja, darüber weiß ich Bescheid. Und ich weiß auch, wer das war.“

Räuber überfallen sieben Tankstellen in vier Wochen - Zufallsfrage wird ihnen zum Verhängnis

Die beiden Angeklagten neben ihren Verteidigern. © Jörn Hartwich

Der Angeklagte habe zwar noch um Vertrauensschutz gebeten, dann aber doch noch seine Aussage gemacht. „Ich hatte gar nicht damit gerechnet“, so der Polizist. Eigentlich ging es nämlich um ganz andere Vorwürfe. Bis zu den Festnahmen hat es dann auch nicht mehr lange gedauert.

Der nun Angeklagte, dem die Beteiligung an zwei Tankstellenüberfällen vorgeworfen wird, bestreitet zwar. Dafür hat sein mutmaßlicher Komplize bereits ein Geständnis abgelegt. In Dortmund war am 12. Februar 2019 die SB-Tankstelle an der Borussiastraße überfallen worden. Die Beute: ein paar Schachteln Zigaretten.

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