Randalierer in der Kinderklinik sorgt für Großeinsatz

Beurhausstraße

Jede Menge Polizei- und Rettungswagen waren am Mittwoch im Dortmunder Klinikviertel zu sehen. Wegen eines Einsatzes des Jugendamtes gab es großen Ärger. Die Polizei brauchte Unterstützung.

Dortmund

, 22.01.2020, 13:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Einsatzfahrzeuge waren am Mittwoch auf der Beurhausstraße zu sehen.

Viele Einsatzfahrzeuge waren am Mittwoch auf der Beurhausstraße zu sehen. © Einhaus

Die Polizei Dortmund war am Mittwochvormittag (22.1.) „mit starken Kräften“ am Klinikum für Kinder- und Jugendmedizin in der Dortmunder Innenstadt im Einsatz. So formuliert es Sprecherin Nina Kupferschmidt. Das Klinikum-Team spricht von der Präsenz eines Spezialeinsatzkommandos (SEK).

Der ursprüngliche Anlass des Einsatzes sei ein Randalierer gewesen. Hintergrund war die geplante Inobhutnahme eines Säuglings durch Mitarbeiter des Jugendamts der Stadt Dortmund. Das wollten die Eltern nicht einfach so geschehen lassen und leisteten Widerstand, wie es im Behördendeutsch heißt.

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Gegen 12.20 Uhr konnte die Situation mit Unterstützung von Sondereinsatzkräften friedlich aufgelöst werden. Die Mitarbeiter des Jugendamtes nahmen das wenige Tage alte Kind an sich. Fast zehn Einsatzfahrzeuge waren auf der Beurhausstraße zu sehen. Die Polizei hat die 31-jährige Mutter und ihren 25-jährigen Begleiter in Gewahrsam genommen.

Weitere Details zum familiären Hintergrund und zur Frage, warum auch Feuerwehr und Rettungsdienst involviert waren, beantwortet die Polizei auf Anfrage nicht. Nur so viel: Alle Beteiligten bleiben unverletzt.

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