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Rapper Kurdo nutzt Randale-Szenen für Musikvideo

Eskalierte Autogrammstunde

Die eskalierte Autogrammstunde von Rapper Kurdo schlägt weiter hohe Wellen: Jetzt hat Kurdo ein neues Musikvideo veröffentlicht, das Szenen des Massenauflaufs in Eving zeigt. Derweil rufen die Anhänger des Rappers zu einem Fan-Treff in Dortmund auf.

DORTMUND

, 23.02.2016 / Lesedauer: 3 min

Die Plattenfirma Almaz, bei der Rapper Kurdo unter Vertrag steht, veröffentlichte am Dienstag über Youtube ein Musikvideo, das zum Teil die Tumulte der geplatzten Autogrammstunde in Dortmund zeigt. "Wir haben immer eine Kamera dabei. Wir haben diese Situation nicht bewusst herbeigeführt", sagte Kurdo-Sprecher Aram Kader auf Anfrage unserer Redaktion. Es sei kein geplanter PR-Coup gewesen, "trotzdem nutzen wir die entstandenen Bilder", sagte Kader.

Derweil rufen Kurdos Fans über die sozialen Netzwerke zu einem Fan-Treff in Dortmund auf. Er soll am 4. März um 16.30 Uhr vor dem Saturn an der Evinger Straße stattfinden. "Darüber wissen wir nichts. Feststeht aber, dass Kurdo seine Autogrammstunde in Dortmund nachholt", sagte Aram Kader. Wann und wo? Dazu könne man noch nichts sagen, so der Sprecher des Rappers. Sollte die Autogrammstunde tatsächlich nachgeholt werden, erwarten den möglichen Veranstalter jedoch hohe Sicherheitsauflagen. Das teilte die Stadt Dortmund bereits zu Wochenbeginn mit.  

Der geplante Fan-Treff Anfang März steht bei der Dortmunder Polizei bereits auf der Agenda. "Wir haben Kenntnis von der geplanten Aktion. Aktuell prüfen wir, wie wir darauf reagieren würden", sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage.

Großeinsatz für die Polizei

Hintergrund: Bei einer Autogrammstunde des Rappers Kurdo in Dortmund-Eving war es am Freitag zu einem Massenauflauf und Ausschreitungen gekommen. Ein Polizist wurde durch einen Flaschenwurf verletzt, zwei Einsatzwagen der Polizei wurden beschädigt, es gab mehrere Festnahmen.

Wegen des unerwarteten Andrangs von 3500 jungen Fans hatte die Leitung des Elektronikmarktes die Polizei zur Hilfe gerufen. Rund 100 Beamte waren im Einsatz. Die Autogrammstunde musste abgebrochen werden. Rapper Kurdo wurde von Polizisten aus dem Gebäude begleitet. Fans hatten Polizisten daraufhin am Freitagabend mit Flaschen und anderen Gegenständen geworfen. Insgesamt wurden zwei Menschen verletzt.

Die Polizei setzte Pfefferspray und Hunde ein. Sie sucht nun Zeugen. Gegen drei Fans wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt. Außerdem ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahls, Widerstand gegen Polizisten, Beleidigung und Sachbeschädigung.  Einen Tag später kam es in Hamburg bei einer Kurdo-Autogrammstunde ebenfalls zu einem Gedränge, das aber nach Angaben der Bundespolizei glimpflich ablief. 

mit dpa-Material

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