Rapper-Streit oder die Tote im Koffer: Die spektakulärsten Kriminalfälle 2019 in Dortmund

rnJahresrückblick

Schüsse auf offener Straße, eine Leiche im Koffer, Millionen-Betrüger und mehr: Im Jahr 2019 gab’s einige außergewöhnliche Kriminalfälle in Dortmund. Der Rückblick auf ein turbulentes Jahr.

Dortmund

, 02.01.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jede Straftat ist für die Geschädigten eine schlimme Erfahrung. Und es gibt jedes Jahr in Dortmund auch zahlreiche besonders brutale Delikte wie Vergewaltigungen oder Auseinandersetzungen mit schweren Verletzungen. Außerdem gibt es noch andere bemerkenswerte Kriminalfälle.

Diese Vorfälle sind unseren Redakteuren in diesem Jahr ganz besonders in Erinnerung geblieben:

Entsetzliche Szenen im Juli in der Stadtbahn-Haltestelle Clarenberg: Zwei Jugendliche greifen einen 14-Jährigen dort in Hörde an. Laut Polizei werfen sie zunächst einen Ball des Jungen ins Gleisbett. Als der hinterherklettert, lassen sie ihn nicht mehr heraus, treten gegen seinen Kopf.

Es dauert, bis der Junge sich aus dem Gleisbett befreien kann. Kurze Zeit später fährt die U-Bahn ein. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen zum Tatzeitpunkt 12- und einen 13-Jährigen. Laut Strafgesetzbuch waren also beide schuldunfähig.

Mit einer Telefonmasche bringt eine Betrügerbande im Sommer eine 79 Jahre alte Seniorin um ihren Wohlstand. Ihre Beute: Gegenstände im Wert von 1 Million Euro.

Am Telefon berichten sie der Frau von der Festnahme einer rumänischen Einbrecherbande, die angeblich in ihrer Nachbarschaft aktiv gewesen sei und raten ihr, Wertgegenstände auszuhändigen. An vier Terminen deponiert die Frau daraufhin Taschen mit Goldbarren, Münzen und Schmuck in Stofftaschen auf dem Ostfriedhof. Laut Staatsanwaltschaft dauern die Ermittlungen aktuell noch an.

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Einer der bekanntesten Rapper Deutschlands sorgt Mitte August für einen Polizei-Großeinsatz in Dortmund-Wickede. Eine Massenschlägerei wird dem Notruf gemeldet, rund 60 Menschen stehen sich in zwei Gruppen gegenüber. Eine Rangelei habe es aber nur zwischen zwei bis vier Streithähnen gegeben, heißt es später.

Rapper Kollegah veröffentlicht über Instagram, dass er im Dortmunder Osten auf der Suche nach dem deutlich unbekannteren Musiker Samarita sei. Der hatte Kollegah öffentlich beleidigt, das wollte dieser sich nicht bieten lassen. Und so steht Kollegah samt Entourage nun vor Samaritas Elternhaus in Wickede. Blöd nur, dass der nicht zu Hause ist.

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Der wohl schockierendste Kriminalfall des Jahres ereignet sich Ende Juli in Lütgendortmund. Die Leiche einer 21-jährigen Frau wird in einem Garagenhof in einem Reisekoffer gefunden. Die Frau wurde mit 70 Messerstichen getötet.

Der Tatort ist eine Wohnung in einem leerstehenden Mehrfamilienhaus. Der 24-jährige Mann der Toten ist wegen Totschlags angeklagt worden, aktuell wartet die Staatsanwaltschaft noch auf das Datum des Prozessbeginns.

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Und dann sind da noch gleich mehrere Schüsse auf offener Straße innerhalb weniger Monate. Ein 34-Jähriger steht aktuell vor Gericht, weil er einen Bekannten Mitte Juni am Ostentor mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr schwer verletzt haben soll.

Sehr aufsehenerregend ist auch der Schuss auf einen Frisör an der Hansastraße im Juli. An einem Donnerstagvormittag wird der Mann in der City schwer verletzt, Ende November gab es vorläufige Festnahmen wegen Beihilfe-Verdachts. Aktuell sei aber noch kein Tatverdächtiger ermittelt, berichtet die Staatsanwaltschaft.

Zum bislang letzten Mal fallen im September Schüsse an der Beurhausstraße - an besonders brisanter Stelle. Erst wird einem Mann in der Nordstadt in den Bauch gestochen, dann schießen Unbekannte auf Verwandte des Mannes im Foyer des Klinikums Dortmund. Auch in diesem Fall dauern die Ermittlungen noch an.

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