Polizei und Motorradfahrer liefern sich Verfolgungsjagd durch Dortmund

Raserkontrollen

Die Polizei hat am Wochenende erneut schwerpunktmäßig die Raserszene in der Innenstadt kontrolliert. Dabei kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd – die nur zur Hälfte erfolgreich war.

Dortmund

30.06.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei hat am Wochenende wieder die Raser in Dortmund kontrolliert. (Symbolbild)

Die Polizei hat am Wochenende wieder die Raser in Dortmund kontrolliert. (Symbolbild) © Archiv

Im Rahmen einer erneuten Kontrolle der Raserszene durch Polizei kam es am Freitagabend (26.6.) zu einer wilden Verfolgungsjagd durch Dortmund.

Die Polizisten verfolgten Motorradfahrer, die sich einer Kontrolle entziehen wollten, wie es in einer Mitteilung heißt. Dabei wurden mehrere rote Ampeln überfahren und die Verfolgten zeitweise verloren.

Bei den Kontrolleinsätzen von Freitag- und Samstagabend (26.6./27.6.) ging es erneut darum, gegen das sogenannte „Posing“ und die damit einhergehenden Lärmbelästigungen vorzugehen, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

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Hierbei fielen Zivilkräften am Freitagabend, gegen 23.30 Uhr, an der Leuthardstraße fünf Motorradfahrer auf.

Sie befuhren den Wallring mit offenbar hohen Geschwindigkeiten und fielen durch mehrere waghalsige Fahrstreifenwechsel auf. An der Einmündung Südwall/Ruhrallee sollte die Gruppe daher kontrolliert werden.

Flucht ist zeitweise erfolgreich

Zwei von ihnen ergriffen jedoch die Flucht. Mit geschätzten 100 Kilometern pro Stunde fuhren sie - bei erlaubten 30 - auf der Ruhrallee in Richtung B54. Wie die Polizei mitteilt, kam es dabei zu mehreren Verkehrsverstößen – unter anderem die Missachtung einer roten Ampel.

Auf der B54 in Richtung Hagen/Herdecke gaben die Motorradfahrer nochmals Vollgas und fuhren ihren Verfolgern mit schätzungsweise 200 Kilometern pro Stunde davon. Die erfolgreiche Flucht währte demnach aber nicht lange: Vor der Einmündung Wittbräucker Straße nahm die Polizei die Verfolgung wieder auf.

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Nach einer erneut ignorierten roten Ampel stellte sie laut Mitteilung einen 32-Jährigen aus Hagen in der dortigen Buswendeschleife. Nach eigenen Angaben sei er „aus Panik und Herdentrieb“ geflüchtet, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Die Beamten stellten sowohl das Fahrzeug als auch den Führerschein des 32-Jährigen sicher. Ihn erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen des Verdachts der Teilnahme an einem illegalen Rennen. Der zweite Flüchtige ging den Einsatzkräften aber durch die Lappen. Hier dauern die Ermittlungen laut Polizei noch an.

Beifahrer beleidigt Polizisten

Der Samstagabend, an dem die Polizei an mehreren Stellen die Geschwindigkeit maß, verlief dann etwas ruhiger. Ein Autofahrer aus Dortmund fiel negativ auf, der den Baustellenbereich der Rheinischen Straße bei erlaubten 30 mit 77 Kilometern pro Stunde befuhr.

Einem 19-jährigen Dortmunder schien diese Messstelle offenbar besonders zu missfallen. Während der Vorbeifahrt beleidigte er als Beifahrer die Beamten, sagt die Polizei. Diese nahmen daraufhin die Verfolgung auf, stellten die Personalien fest und fertigten eine Strafanzeige an.

Insgesamt erhoben die Einsatzkräfte am Samstagabend 52 Verwarngelder und fertigten elf Ordnungswidrigkeitsanzeigen.