Rat entscheidet über Zukunft der Hundeauslaufflächen

Hilfe für den Tierschutzverein

Die 16 Hundeauslaufflächen in Dortmund stehen vor dem Aus, weil der Tierschutzverein die Kosten für die Reinigung der Wiesen nicht mehr tragen kann. Doch jetzt naht die Rettung: Kämmerer Jörg Stüdemann bereitet einen Beschluss für den Rat vor, 75.000 Euro als Zuschuss bereitzustellen.

DORTMUND

, 05.11.2015 / Lesedauer: 3 min
Rat entscheidet über Zukunft der Hundeauslaufflächen

Kostet der Besuch einer Hundeauslauffläche in Dortmund bald Geld?

„Wenn die Politik ja sagt, werden wir das im Haushalt wiederfinden“, erklärte Stüdemann am Mittwoch auf Anfrage dieser Redaktion. Seit 2002 habe der Tierschutzverein die Hundeauslaufflächen betrieben und dabei zwei Erbschaften verbraucht. Müsste die Stadt diese Aufnahme übernehmen, würde „das um ein Vielfaches teurer“, so der Kämmerer, selbst wenn die Stadt die Anzahl der Flächen halbieren würde.

Auch in anderen Dingen sei die Stadt dem Tierschutzverein zum Dank verpflichtet. Der hatte den Zuschuss beantragt und ansonsten angedroht, die Nutzungsverträge für die Flächen mit der Stadt zu kündigen. Für die umzäunte Hundeauslauffläche an der Stadtbahn-Haltestelle Wieckesweg in Brackel hat das der Tierschutzverein bereits getan. Hier ist am 15. Januar Schluss.' id='2845353' tag='' type='Artikel 

Kosten von rund 90.000 Euro im Jahr

Der Tierschutzverein wollte die Tore zu den Wiesen abschließen und Hundehaltern einen für alle 17 Auslaufflächen passenden Schlüssel für 60 Euro pro Jahr' elementindex='1' href='http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44137-Dortmund~/Teure-Pflege-Tierschutzverein-will-Gebuehr-fuer-Hundeauslaufflaechen-erheben;art930,2716418' id='2716418' tag=' aushändigen. Doch die Stadt war dagegen. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Hundeauslaufflächen laut Erika Scheffer auf rund 90.000 Euro pro Jahr. Etwa 10.000 Euro steuert die Stadt schon heute bei – das sind die Kosten, die sie bei der Pflege der Wiesen spart.

Die vielen Hunde in der Stadt trügen durch die Hundesteuer schließlich, zu den Einnahmen im Haushalt bei, argumentiert Stüdemann gegenüber der Politik, auch wenn die Stadt dieses Geld nicht zweckgebunden einsetzen dürfe und diese Kommunalsteuer in den allgemeinen Etat fließe. Bei den letzten Kontrollen – unter anderem an den Hundeauslaufflächen – seien etliche weitere Hunde ohne Hundemarke neben den angemeldeten entdeckt worden. 

Tiefbauamt bekäme den Etat erhöht

Wenn die Politik auf den Vorschlag des Kämmerers eingeht, müsste das Geld aus dem Etat des Tiefbauamtes kommen. Das hatte die Amtsleiterin Sylvia Uehlendahl am Dienstag im Ausschuss für Bürgerdienste noch abgelehnt: „Ich sehe es nicht im Budget des Tiefbauamtes. Das ist eine gesamtstädtische Aufgabe.“ – „Grünanlagen sollten zum Tiefbauamt gehören“, sagte dagegen am Mittwoch der Kämmerer. Das Tiefbauamt bekomme dann eben im Fall des Falles den Etat erhöht.

Mit Blick auf das Landeshundegesetz stellte Ordnungsamtsleiterin Beate Siekmann im Ausschuss fest: „Eine Fortführung wäre aus tierschutzrechtlichen Aspekten begrüßenswert.“ 

Das sind die 17 Hundeauslaufflächen des Tierschutzvereins:

Auf Hunde­aus­lauf­flä­chen dürfen sich Hunde ohne Leine bewegen. Neben den umzäunten Hundeauslaufflächen gibt es im Stadtgebiet noch normale Hundewiesen. Deren Benutzung bleibt auf jeden Fall kostenlos.

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