Rat für Einstieg bei Steag

Stadtwerke-Konsortium

Der Dortmunder Rat gibt grünes Licht für die Beteiligung der Stadttöchter DSW21 und DEW21 am Stadtwerke-Konsortium zur Beteiligung am Kraftwerksbetreiber Steag. Neben SPD und CDU stimmen auch die Linken im Rat, wenn auch nicht geschlossen, zu.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 16.12.2010, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadttöchter DSW und DEW können sich am Konsortium zum Kauf von Anteilen am Kraftwerksbetreiber Steag beteiligen.

Die Stadttöchter DSW und DEW können sich am Konsortium zum Kauf von Anteilen am Kraftwerksbetreiber Steag beteiligen.

CDU-Finanzsprecher Udo Reppin verhehlte nicht  "ein gewisses Bauchgrimmen" in seiner Fraktion bei der Entscheidung. Es gehe darum, die Risiken für die DSW und DEW sowie für den städtischen Haushalt einzugrenzen. Vor diesem Hintergrund stimme die CDU dem Geschäft zu. Schon das "worst case"-Szenario für die Rendite-Erwartungen verspreche mehr Chancen als finanzielle Risiken, zeigt sich CDU-Ratsherr Dr.Jürgen Eigenbrod überzeugt. Bei den Grünen sind die Vorbehalte deutlich größer. Es gebe Zweifel an der Refinanzierung und an einem möglichen Umsteuern der Steag weg von der Kohleverstromung zu einer ökologischen Energiewirtschaft, machte Grünen-Fraktionssprecher Mario Krüger deutlich. Dies wolle man mit einem Antrag einfordern und im Gesellschaftervertrag festschreiben lassen. Weil es dafür aber keine Mehrheit gab, kündigten die Grünen an, dem kommunalen Einstieg nicht zuzustimmen.

Für die FDP/Bürgerliste ist der Steag-Einstig der Stadtwerke "ordnungspolitischer Unfug" und für die Beteiligten eine Nummer zu groß. Auch die finanziellen Risiken schätze man deutlich größer ein, erklärte FDP-Ratsherr Mauritz Faenger. Wolf Stammnitz kündigte für die Linken die Zustimmung der Fraktionsmehrheit an. Bei allen Bedenken entspreche das Vorhaben dem Wunsch, die Energieversorgung wieder zu kommunalisieren und ökologisch umzusteuern. Es verringere die Abhängigkeit von privaten Großkonzernen, argumentiert er.

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